DVD 16:9 mit MovieMaker und DVD Maker

Wenn man einen Film im 16:9 Format in “Windows Movie Maker” schneidet und dann mit “Windows DVD Maker” auf eine DVD brennen möchte, wird er zusammengestaucht und im Format 4:3 abgespielt. Dies hat scheinbar mit der “anamorphen” Speicherung auf einer DVD zu tun.

Anamorphe Speicherung bedeutet, dass ein 16:9-Video in ein 4:3-Bild gestaucht wird und bei der Wiedergabe wieder entzerrt wird. Dadurch benötigt man bei der Speicherung keine schwarzen Balken oben und unten (auch Letterboxing genannt). Bei der Wiedergabe auf 4:3-Fernsehern wird das Bild vom DVD-Player vertikal gestaucht und die schwarzen Balken erzeugt. Wenn das Bild aber auf einem 16:9-Fernseher ausgegeben wird, wird das Bild mit den vollen 576 bzw. 480 Zeilen zum Fernseher übertragen und dort auf volle Breite entzerrt. Dadurch hat man auf 16:9-Fernsehern eine höhere Auflösung, als wenn das Video nicht anamorph gespeichert wäre.
Quelle: Wikipedia

“Windows DVD Maker” hat scheinbar ein Problem mit diesem Vorgehen. Google findet diverse Treffer zu “DVD Maker 16:9”. Als Beispiel ist im Oktober 2012 auch auf dieser Seite das gleiche Problem beschrieben.

Ich habe den bereits fertig geschnittenen 16:9 Film, den ich von einer Lehrperson mit diesem Problem erhalten habe, nochmals in Movie Maker importiert.

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Auf der Registerkarte Projekt habe ich dann überprüft, ob auch sicher das richtige Seitenverhältnis ausgewählt wurde.

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Auf der Registerkarte “Start” nicht die Einstellung “DVD brennen” auswählen, sondern eine neue “Benutzerdefinierte Einstellung erstellen…”.

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Für die benutzerdefinierte Einstellung habe ich 720×576 ausgewählt, wie ich dies bei den Bildformaten nachgelesen habe.

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Nun kann man den Film mit dieser Einstellung speichern.

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Nach dem Speichern öffnet sich Windows DVD Maker. Durch einen Klick auf Optionen kann man überprüfen, ob auch hier 16:9 eingestellt ist.

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Danach kann die DVD durch einen Klick auf “Brennen” erstellt werden.

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Mit diesem Workaround erhält man dann eine DVD, die korrekt im Format 16:9 abgespielt wird. Die Qualität ist aber zumindest am Computermonitor deutlich schlechter als der originale hochaufgelöste Film.

Falls nicht viele Schüler/-innen den Film auf einem Standalone Player abspielen wollen, könnte man auch den hochaufgelösten Film als WMV als normale Datendisk auf eine DVD brennen. Man erhält so als Vorteil die bessere Qualität, kann die DVD dann aber als Nachteil nur auf einem Computer laufen lassen.

2 Gedanken zu „DVD 16:9 mit MovieMaker und DVD Maker

    1. ictschule Autor

      Ich weiss…. Das ist nicht gerade Microsofts Stärke.
      Dafür gibt’s im Gegenzug ein paar gute Dinge bei der Verwaltung von grösseren Netzwerken.

      Antwort

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