Medien- und ICT-Konzept: Arbeitsgruppe

3 Gründe für ein Medien- und ICT-Konzept:

1. Empfehlungen Medien und Informatik in der Volksschule
Der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen hat Anfangs 2015 die Empfehlungen «Medien und Informatik in der Volksschule» erlassen.

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Diese lösen das Konzept «Informatik in der Volksschule» aus dem Jahr 2001 ab. Darin (Seite 5) empfiehlt der Erziehungsrat den Schulen unter anderem ein “Medien- und ICT-Konzept” zu erarbeiten.

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Ein “Medien- und ICT-Konzept” setzt sich aus einem “pädagogischen Nutzungskonzept” und einem “Betriebs- und Hardwarekonzept” zusammen. Das pädagogische Nutzungskonzept beschreibt, wie an der Schule Medien und ICT im Unterricht eingesetzt und genutzt werden.

2. Lehrplan 21
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Der Lehrplan 21 wird im Kanton St. Gallen auf das Schuljahr 2017 eingeführt. Neu gibt es die Bereiche „Medien“, „Informatik“ und „Anwendungen“. Die Bereiche „Medien und Informatik“ werden als eigenes Modul geführt, der Kanton St. Gallen sieht dafür in der Stundentafel je eine Jahreslektion von der 5. Primarschule bis zur 2. Oberstufe (total also 4 Jahreslektionen) vor. Der Rest muss als Modul in anderen Fächern unterrichtet werden. Dies trifft auch für den ganzen Bereich „Anwendung(en)“ zu, dieser muss ganz in die anderen Fächer integriert werden. Dies bedeutet, dass geklärt werden muss, wer wann was in welchem Fach macht. Mit Kursen kann versucht werden, die Lehrkräfte darauf vorzubereiten. Neu gehört zum Beispiel einfaches Programmieren sowohl zur Primarschule als auch in die Oberstufe oder das Schreiben mit der Tastatur ins Fach Deutsch

3. Arbeitsgruppe mobile Geräte
Unsere Arbeitsgruppe „mobile Geräte“ hatte den Auftrag zu Handen des Schulrates eine Empfehlung zum Thema abzugeben. Eine grosse Mehrheit der Lehrpersonen hat sich dafür ausgesprochen, mittelfristig ab der Mittelstufe mit den Geräten der Schüler/-innen zu arbeiten.

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Es werden Poolgeräte benötigt, die für Schüler/-innen eingesetzt werden können, die kein eigenes Gerät mitbringen oder wenn die Aufgabenstellung z.B. grössere Bildschirme benötigt. Ausserdem zeigt sich, dass Inputs für Lehrkräfte wichtig sind, damit mobile Geräte vermehrt und flächendeckender zum Einsatz kommen.

Grundsätzliches
An den Schulen hat sich die IT professionalisiert. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren gibt es funktionierende Systeme für Vorbereitung, Zusammenarbeit und Unterricht. Trotzdem werden in vielen Klassenzimmern immer noch keine “digitalen Kompetenzen” vermittelt, obwohl ein “…breiter Konsens, dass es zu den Aufgaben der Schule gehört, Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Medienumgang zu vermitteln…” herrsche. Der neue Lehrplan gibt nun einen klaren Auftrag dies verstärkt zu machen, zumindest noch klarer, als es der alte schon tat. Dies ist eine Steilvorlage, trotzdem bleibt die Gefahr, dass es untergehen könnte (vgl. auch diesen Beitrag unten).

Wie erreicht man es aber, dass “digitale Kompetenzen” beim Schüler, bei der Schülerin wirklich “ankommen”? Hier ein paar nicht abschliessende Gedanken:

  • Die Lehrkräfte resp. Teams sollen zu einer inneren Überzeugung gelangen, dass digitale Kompetenzen wichtig sind im späteren Leben ihrer Schüler/-innen und dass sie einen Beitrag dazu leisten wollen.
  • Die Schulleitungen haben eine Schlüsselrolle für eine flächendeckende Umsetzung der Vermittlung digitaler Kompetenzen. Eigentlich handelt es sich um ein Schulentwicklungsprojekt.
  • Die Lehrkräfte müssen unterstützt werden. Eine angepasste Umsetzungshilfe könnte die Lehrpersonen bei der Vorbereitung entlasten. Bei Problemen oder für neue Ideen sollte es einen gut funktionierenden pädagogischen Support geben.

Umsetzung
Unsere Arbeitsgruppe wird sich Ziele, Zeitplanung, Meilensteine,… selber erarbeiten. Der ICT-Guide vom Kanton Zürich oder die für St. Gallen angepasste Version kann als Grundlage dafür genommen werden, auch wenn gemäss Arbeitsgruppe zu Medien und Informatik im LP21  (vgl. S 19 oben) noch “Anpassungen nötig sind”. Der empfohlene Ablauf bei der Erstellung eines Konzepts ist meist ähnlich zu diesem:

  1. Wo wir stehen – IST-Analyse der Schule
  2. Was wir erreichen wollen – Ziele und Strategien
  3. Wie wir Medien und ICT integrieren – ICT-Lehrplan
  4. Welche Unterstützung wir anbieten – Support und Unterstützungskonzept
  5. Wie wir uns Materialien und Wissen zur Verfügung stellen – Wissensmanagement
  6. Wie wir uns weiterbilden wollen – Weiterbildungskonzept
  7. Welche Ausrüstung wir einsetzen wollen – Infrastruktur
  8. Wie wir die Schul- und Unterrichtsqualität pflegen wollen
  9. Wie wir kommunizieren – Kommunikation und Information
  10. Wie wir uns entwickeln wollen – Entwicklungsplanung

Man sieht, dass es hier um weit mehr geht, als einfach ein Konzept auf Papier zu bringen…

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