Backup wiederherstellen nach einem “Worst Case”

Wir haben unser Backup auf DPM von Microsoft umgestellt. Hier ist beschrieben, wie man DPM installiert und hier, wie man DPM konfiguriert.

Der DPM Server steht in einem anderen Schulhaus als die Server und ist über eine Glasfaserverbindung mit den Servern verbunden. Grundsätzlich sollten also bei einem Desasterfall die Backups sicher sein. Trotzdem wollte ich testen, was passieren würde, wenn wir in einem “Worst Case” die Server und den DPM Server verlieren würden. Aus diesem Grund setzen wir auch noch eine Langzeitarchivierung auf virtuelle Bänder ein. Aus Kosten- und Performancegründen wollte ich keine physikalische Tape-Library einsetzen. Mit Firestreamer kann man virtuelle Tape-Libraries simmulieren. So kann man Backups statt auf Band auch auf externe USB-Disks oder sogar Netzwerkfreigaben (in nochmals einem anderen Schulhaus) sichern.

Nun wollte ich also testen, ob ich ein Backup aus so einem virtuellen Tape wiederherstellen könnte, wenn tatsächlich die Server und der DPM Server gleichzeitig ausfallen würden. Dazu habe ich in einer virtuellen Maschine nochmals einen DPM Server und auch die virtuelle Library Firestreamer installiert. Auf dem “richtigen” DPM wurde dann die Library deaktiviert, damit nicht zwei Server gleichzeitig auf die Netzwerkfreigabe zugreifen können.

Auf dem neuen DPM Server habe ich nun das bestehende virtuelle Band eingelesen.

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Nun muss man das Band in DPM einlesen. Dazu muss die Türe der virtuellen Tape-Library entriegelt, das Band eingelesen und die Tür wieder verriegelt werden.

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Danach habe ich ein Inventar durchgeführt. Um den Inhalt anzuzeigen, muss man dann das Band noch neu katalogisieren.

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Nun kann man überprüfen, ob man das richtige “Band” “eingelegt” hat.

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Unter “Wiederherstellen” wird nun der wiederherzustellende virtuelle Server angezeigt. Man kann ihn auswählen und wieder herstellen. Man kann nur auf Maschinen mit installiertem DPM Agent wiederherstellen. Nur für diesen Test habe ich keine neuen Agents installiert und die virtuelle Maschine lokal wiederhergestellt.

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Nach der erfolgreichen Wiederherstellung habe ich den wiederhergestellten virtuellen Server in Hyper-V importiert und getestet, ob er wieder zu laufen kommt. Dies hat problemlos funktioniert.

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Damit sollten wir also genügend geschützt sein. Tägliches und wöchentliches Backup auf den DPM Server in einem anderen Gebäude. Quartalsweises Backup auf externe USB-Disks oder ein NAS an einem dritten Standort mit Firestreamer. Im Desasterfall lässt sich schnell und einfach vom DPM Server wieder herstellen und im “Worst-Case-Desasterfall”, wenn beide Standorte betroffen wären, kann zumindest aus dem Backup vom letzten Quartal wiederhergestellt werden. Somit sind die geplanten Tests mit DPM gelungen. Für Schulen, die so günstig zu DPM Lizenzen kommen, definitiv eine Empfehlung wert.  

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