Gruppenrichtlinien für Office 2010

Ich habe eine kleine Datenbank für unsere Filme auf dem Medienserver erstellt. Weil ich die Menüleiste ausblenden wollte, kommt dafür nun eine Sicherheitswarnung. Natürlich kann man einfach auf “Inhalt aktivieren” klicken, aber schön ist das ja schon nicht.

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Für Office 2007 hatte ich noch Gruppenrichtlinien-Vorlagendateien, aber für Office 2010 hatte ich sie bisher noch nicht gebraucht.

Zuerst muss man die Gruppenrichtlinien herunterladen und entpacken. Im Ordner admx finden sich nun die Richtlinien zu Office 2010 (Version 14).

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Diese muss man nun nun in den Central Store kopieren. Dabei handelt es sich um den Ordner PolicyDefinitions im Sysvol Ordner “\\FQDN\sysvol\FQDN\Policies”.  Um die neuen Gruppenrichtlinien-Vorlagen zu kopieren, kann man einfach die *.admx Dateien in den Central Store kopieren. Ausserdem muss man noch die *.adml Sprachdateien aus dem Ordner de-de in den gleichnamigen Unterordner kopieren. 

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Nun hat man bei den Gruppenrichtlinien auch Einträge für Office 2010.

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Wenn man nun den Speicherort der Accessdatei als vertrauenswürdigen Speicherort hinzufügt, kommt die Sicherheitswarnung beim Starten der Datenbank nicht mehr.

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lokaler Cache in Lehreroffice

Mit Interesse habe ich beim letzten Update gelesen, dass Lehreroffice neu einen lokalen Cache bei einer Serverinstallation benutzen kann. Bei einer normalen Serverinstallation dauert das Starten von Lehreroffice (abhängig von der Netzwerkperformance) lange, weil das etwa 130MB grosse Programm zuerst über das Netzwerk in den Arbeitsspeicher kopiert werden muss (zumindest, wenn ich das richtig verstanden habe).

Daher ist es natürlich sinnvoll, eine lokale Kopie auf dem Computer zu haben, die nur geändert wird, wenn sich die Version auf dem Server geändert hat.

Nur – bei mir lief der Start von Lehreroffice nicht schneller nach diesem Update. Also wollte ich nachgehen, wo denn der Cache angelegt wird, um zu überprüfen, ob an diesem Ort z.B. keine Schreibrechte bestehen oder etwas ähnliches und das der Grund dafür ist, dass der Start nicht schneller läuft. Weil ich nicht wusste, wo denn der Cache angelegt werden müsste, habe ich die Dateizugriffe mit dem ProcessMonitor von Sysinternals überprüft.

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Aber damit konnte ich nicht feststellen, wo denn der lokale Cache erstellt werden müsste. Kurz bevor ich dann den Support von Lehreroffice angerufen habe, ist mir in den Sinn gekommen, dass neuerdings sehr viel im Lehreroffice Wiki beschrieben wird. Und tatsächlich, im Wiki ist alles ausführlich beschrieben und auch erklärt, wieso ich keinen Geschwindigkeitsunterschied wahrnehmen konnte. Man muss die Funktion nämlich zuerst freischalten…

Dazu muss man sich als Administrator anmelden und unter “Extras” –> “Einstellungen” auswählen.

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Nun “Programm” –> “System” –> “Lokaler Cache” –> “Cache nutzen” auswählen und “Übernehmen”.

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Beim nächsten Start dauert es etwas länger und man sieht den Hinweis “Lokaler Cache wird aktualisiert…”

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Bei den nächsten Starts holt sich Lehreroffice wie im Wiki beschrieben diverse Dateien vom lokalen Cache.

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In Zukunft lese ich zuerst das Wiki Zwinkerndes Smiley

Nachtrag 1

Nach dem Einrichten des Caches kommt beim Start von Lehreroffice auf den Clients rechts oben „Demoversion“. Das alleine würde ja nicht gross stören, aber nun können die Benutzer nicht mehr ausdrucken. Es kommt der Hinweis: „Das Ausdrucken ist nur mit einer gültigen Vollversion möglich!“.
Ich habe den Cache temporär wieder deaktiviert und das Problem im Lehreroffice Forum gemeldet (http://www.lehreroffice.ch/forum/viewtopic.php?p=14930#14930).

Nachtrag 2

Über “Extras” –> “Programm registrieren” kann man das Programm registrieren. Bei uns war es registriert. Aber die Datei, in der die Registration gespeichert war, lag unter C:\ProgramData\LehrerOffice\.

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Gemäss Auskunft wurde früher dieser Pfad verwendet. Weil man auf diesen Pfad (auf dem Server) von den lokalen Clients keinen Zugriff hat, wurde alles in den Programm Ordner von Lehreroffice gezügelt. Bei Neuinstallationen sollte also das Gebrauchen des Caches keine Probleme verursachen. Wenn wie bei uns das Problem mit dieser “Altlast” auftritt, kann man einfach die LehrerOffice.reg in den Programmordner von Lehreroffice verschieben (nicht kopieren – sie muss aus dem ProgramData-Ordner gelöscht werden).

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Einmal mehr ein dickes Kompliment an den Lehreroffice Support! Seit meiner Meldung im Forum ist weniger als eine Stunde vergangen, bis das Problem behoben ist und alles wieder auch mit eingeschaltetem Cache funktioniert.

Archivbit, Linux und differentielles Backup

Früher haben wir immer ein vollständiges Backup auf Band durchgeführt. Aber mit der zunehmenden Datenflut ist das nicht mehr möglich. Eine Vollsicherung dauert im Moment ungefähr 11 Stunden, würde also den laufenden Betrieb stören. Nun gibt es die Möglichkeit, unter der Woche differentielle oder inkrementelle Backups zu erstellen, wobei ich mich entschieden habe, differentielle Sicherungen einzusetzen.

Um herauszufinden, ob eine Datei gesichert werden muss, verwendet unsere Backuplösung das sogenannte Archivbit. Windows setzt bei allen neuen oder geänderten Dateien ein solches Archivbit. Bei einer Vollsicherung am Wochenende wird dieses Archivbit von der Backupsoftware zurückgesetzt. Diese Dateien werden dann unter der Woche vom differentiellen Backup nicht mehr gesichert. Bei allen Dateien, die aber seit dem Wochenende neu angelegt oder geändert wurden, setzt Windows wieder das Archivbit. Diese so gekennzeichneten Dateien werden nun beim differentiellen Backup gesichert, das Archivbit aber nicht zurückgesetzt. Damit werden sie (im Gegensatz zum inkrementellen Backup, bei dem das Archivbit zurückgesetzt wird) jeden Tag unter der Woche erneut gesichert, auch wenn sie bereits am Montag erstellt wurden (bis bei der nächsten Vollsicherung wieder alle Archivbits zurückgesetzt werden). 

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Unter Linux ist das in Windows verwendete Archivbit nicht implementiert. Um Dateien von einem Linuxserver auch in die Bandsicherung aufzunehmen, erstellt der Linuxserver eine Sicherung auf eine Sambafreigabe. Von dort werden sie über ein Skript mit Robocopy auf einen Windowsserver kopiert, damit sie in der Nacht auf Band gesichert werden können. Da aber Linux das Archivbit nicht kennt, werden diese Dateien beim differentiellen Backup ausgelassen, obwohl sie jeden Abend neu kopiert werden…

Aber wie heisst es so schön? Das sind keine Probleme, sondern nur Herausforderungen 😉
Robocopy bietet die Möglichkeit, das Archivbit beim Kopieren zu setzen mit der Option /A+:A, was soviel bedeutet wie: setze Attribut (/A+) Archivbit (:A).

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Schule heute ?

Es geht zwar um Deutschland und es geht um die Verkürzung der Gymnasialzeit. Aber vieles Grundsätzliches aus diesem Brief eines Vaters an seine 10-jährige Tochter trifft auch für die Schulen in der Schweiz zu.

Absolut lesenswert, wenn auch etwas länger. Zum Artikel.

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Lehreroffice – neues Formular

Letztes Jahr konnten wir das Übertrittsformular aus der Primar in die Oberstufe noch nicht automatisch erstellen lassen. Nun habe ich die Formeln angepasst, damit nun die Promotionsnoten aus dem 2. Semester der 5. Klasse und aus dem 1. Semester der 6. Klasse automatisch eingetragen werden (unabhängig davon, in welchem Semester man das Formular ausdruckt).

Hier der entsprechende Auszug aus dem zweiseitigen Formular:image

Dieses und die anderen Formulare kann man herunterladen und für seine Schulgemeinde anpassen.

E-Mails mit gefälschtem Absender

Heute wurde ich auf ein Mail aufmerksam gemacht, das scheinbar schon einige unserer Lehrpersonen erhalten haben. Gesendet von einem bekannten Absender (in dem Fall einem Schüler), mit Betreff “amazing!” und als einzigem Inhalt einem Link “Click here to see the attached photos”

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Man kann immer wieder beobachten, das Spammails scheinbar von Absendern kommen, die man kennt. Die Absenderadresse kann sehr einfach gefälscht werden. Wenn ein Computer von einem Virus oder Trojaner infiziert ist, kann sein Adressbuch ausgelesen werden. Die Chance, dass sich die Personen aus diesem Adressbuch kennen, ist relativ hoch. Ebenso wie die Chance erhöht ist, dass Personen auf einen Link aus einem Mail mit bekanntem Absender klicken. Weitere Informationen zu gefälschten Absenderadressen finden sich hier.

Was passiert, wenn man auf den Link klickt?

In diesem Beispiel kann man schön sehen, dass in dem Link die Adresse der angeschriebenen Person steckt.

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Wenn man also nun auf den Link klickt, bestätigt man, dass diese E-Mailadresse benutzt wird. Listen mit solchen E-Mailadressen werden unter Spammern gehandelt, sind also bares Geld wert.

Noch schlimmer kann es kommen, wenn diese Seite mit Malware verseucht ist und man sich auf diesem Weg einen Virus, Trojaner… einfängt. Dazu werden Sicherheitslücken in verschiedenen Produkten wie Internetbrowser oder Plugins wie Adobe Flash etc. ausgenutzt.

Wenn Ihr Rechner Schwachstellen hat, reicht es also aus, eine solche Internetseite zu besuchen, um sich einen Schädling einzufangen. Weil der Nutzer davon nichts bemerkt und auch gar nichts weiter dazu beitragen muss – etwa auf eine Datei klicken -, nennt man diesen Infektionsweg Drive-by-Download (also im "Vorbeifahren").

Weitere Informationen zu solcher Malware und deren Verbreitung finden sich hier.

Was kann man tun?

Wichtig ist, die Systeme laufend aktuell zu halten, also alle Updates einzuspielen. (Betriebssystem, Browser, Plugins, Virenschutz…..). Trotzdem bleibt eine Restgefahr. Diese Updates können nämlich nur vor dem schützen, was sie bereits kennen. Es gibt aber Sicherheitslücken, die ausgenutzt werden, bevor es einen Patch vom Hersteller dafür gibt. Man spricht dann von einem sogenannten “zero-day-exploit”, also einer Möglichkeit, Malware zu verbreiten, für die es noch kein “Gegengift” gibt. Gegen “zero-day-exploits” hilft nur, nicht überall draufzuklicken, wo man könnte.

Zoom, Sendung zu neuen Medien

Durch den Blog der diesjährigen Teilnehmer des CAS Medienpädagogik bin ich auf eine Sendung in der ZDF Mediathek aufmerksam gemacht worden: “Hilfe, ich bin nackt!”

Da wird mit Hilfe von Fachpersonen aufgezeigt, was für Spuren wir überall hinterlassen.

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Spannend zum Beispiel die Smartphone App, die mit der TU Darmstadt entwickelt wurde, um div. persönliche Daten vom App-Benutzer auszulesen. Auch spannend ist die professionelle Recherche zu Thomas, der freiwillig an dem Test mitgemacht hat. Mit den Resultaten konfrontiert, gibt er sich zuerst ganz cool, wirkt dann aber doch verunsichert, als er den ganzen Umfang der Informationen erkennt…

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