Linux auf Hyper-V-Cluster

Wir betreiben ja in unserer DMZ immer noch unseren eigenen Webserver. Da wir als Ersatz für unsere alten Server einen Hyper-V-Cluster/Failovercluster gekauft haben, wollte ich auch den alten Webserver durch einen virtuellen Server auf dem Cluster ersetzen.

Netzwerk
Damit der Webserver weiterhin in der DMZ und nicht im internen Netzwerk steht, muss man ihm einen eigenen Netzwerkanschluss auf den Hyper-V-Hosts zuweisen, der für nichts anderes benutzt wird.

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Diesen kann man dann mit der DMZ bei der Firewall verbinden. Somit ist gewährleistet, dass der ins Internet exponierte Webserver durch die Firewall vom Rest des internen Netzwerks getrennt ist.

Installation
Um den neuen Server zu installieren, kann man im Failovercluster-Manager “Virtuelle Computer…” –> “Neuer virtueller Computer…” erstellen und den Clusterknoten auswählen, auf dem dieser primär laufen soll.

Als Speicherort muss das CSV (Cluster Shared Volume) ausgewählt sein, auf das alle Clusterknoten Zugriff haben.

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Für Linux muss Generation 1 ausgewählt werden.

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Der Arbeitsspeicher kann auch später jederzeit angepasst werden.

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Hier muss nun eben der Netzwerkadapter ausgewählt werden, der ausschliesslich für die DMZ verwendet und auch so verbunden wird.

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Für die virtuelle Festplatte habe ich die Standardwerte verwendet.

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Für den Webserver verwende ich wieder Ubuntu Server in der LTS (long time support) Version, den ich schon für den alten Webserver benutzt habe.

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Am Schluss bekommt man eine Warnung wegen der virtuellen DVD. Das ISO ist nicht auf dem CSV abgelegt, somit kann die Maschine kein Failover durchführen, da der Pfad auf dem zweiten Knoten nicht verfügbar wäre. Dies macht aber nichts, da ich die DVD nach der Installation eh entferne.

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Nun kann man den Server starten und installieren.

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Als Land habe ich Schweiz ausgewählt, als Tastaturmodell “ch”. Danach muss man in vielen Dialogen das Netzwerk manuell einrichten, einen Rechnernamen vergeben und ein Benutzerkonto anlegen. 

Jetzt kann man die Festplatten partitionieren lassen.

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Aktualisierungen sollen nicht automatisch installiert werden, das möchte ich lieber manuell ausführen und kontrollieren.

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Im nächsten Dialogfeld kann man zusätzliche Software-Sammlungen installieren. Für die Webseite benötige ich den LAMP Server (LAMP steht für Linux, Apache, MySQL, PHP). Der OpenSSH Server wird für einen Zugang auf die Konsole benötigt. Der Mailserver wird benötigt, damit der Inhalt von Formularen als Mail verschickt werden können. Mit Samba biete ich einen Zugang über eine Windowsfreigabe an. So können auf einen Rutsch z.B. sehr viele Bilder auf den Webserver übertragen werden. Aus Sicherheitsgründen öffne ich auf der Firewall die Ports für SSH und Samba nur vom internen Netzwerk. Es soll möglichst nur das notwendigste vom Internet her erreichbar sein.

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Für MySQL muss man nun noch ein Root Passwort vergeben und für Postfix werden die Mailinformationen abgefragt. Am Schluss muss man noch bestätigen, dass Grub in den MBR installiert werden darf.

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Die CD wird automatisch “ausgeworfen”. Nun kann man neu starten.

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Nach dem Neustart empfiehlt sich ein:

sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade

um den Server mit den neuesten Updates zu versorgen.

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