Profile

Persönliche Dateien und Einstellungen eines Benutzers werden als seine Profildaten bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man in einem grossen Netzwerk mit den Profildaten der Benutzer verfährt.

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lokales Profil
Wenn man sich an einem Computer anmeldet, wird ein lokales Profil an diesem Computer eingerichtet. Diese Erstprofilerstellung dauert lange. Änderungen, die an diesem Profil gemacht werden (Dateien auf dem Desktop, verbundene Drucker, Desktophintergrund, Einstellungen in Programmen wie Autokorrektureinträge, …) bleiben nur auf diesem einen Computer.

wanderndes Profil
Bei einem wandernden Profil werden die Profildaten bei der Anmeldung vom Server geladen und bei der Abmeldung wieder auf den Server zurück synchronisiert. Der Benutzer findet an jedem Computer die gleichen Einstellungen und Dateien. Je nach Grösse des Profils kann die Anmeldung und Abmeldung sehr lange dauern. Ausserdem kann es Probleme geben, wenn bei der Synchronisation mit dem Server ein Problem auftritt (z.B. wenn sich der Benutzer zur gleichen Zeit an mehreren Computern an- resp. abmeldet oder anderen Problemen).

Ordnerumleitung
Bei der Ordnerumleitung kann man Ordner wie den Desktop, Dokumente, … bis zu Appdata\Roaming auf einen Server umleiten. Somit sind z.B. die Dokumente auf dem Desktop an jedem Computer vorhanden, an dem sich der Benutzer anmeldet.

User State Virtualization
Wenn man ein wanderndes Profil mit der Ordnerumleitung kombiniert, erhält der Benutzer an jedem Computer die gleichen Einstellungen und Dokumente. Ausserdem läuft die An- und Abmeldung deutlich schneller, da die Dateien der Ordnerumleitung nicht bei der Anmeldung geladen werden müssen, sondern später synchronisiert werden können. Genaueres findet man in diesem Beitrag. Im Moment arbeiten wir mit dieser Variante.

UE-V
Bei UE-V werden nur ausgewählte Verzeichnisse synchronisiert. UE-V ist neuer und bietet viele Vorteile gegenüber User State Virtualization, aber auch einige Nachteile. So wird z.B. bei jeder ersten Anmeldung an einem Computer eine Erstprofileinrichtung wie beim lokalen Profil durchgeführt. Genaueres findet man in diesem Beitrag.

Umstellung
Bei dem Umstieg auf Windows 10 habe ich alle Möglichkeiten evaluiert und mich für User State Virtualization entschieden. Unter anderem habe ich dabei auch die Appdata Dateien über die Ordnerumleitung auf den Server umgeleitet. Es gibt dazu verschiedene Philosophien. In diesem Beitrag von Helge Klein sieht man Vor- und Nachteile.

Wenn 20 oder mehr Laptops in einem Schulzimmer über einen WLAN Accesspoint verbunden sind (also sich die verfügbare Bandbreite aufteilen) und gerade noch andere Dinge wie Updates über das Netzwerk laufen, kann es sein, dass sich Programme träge anfühlen, weil sie auf die Appdata Dateien vom Server warten müssen. Dies passiert zwar selten, ist dann aber für die Benutzer sehr ärgerlich. Aus diesem Grund habe ich mich entschieden, die Appdata Dateien wieder aus der Ordnerumleitung zu entfernen.

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Dadurch wird das Profil etwas grösser. Die Anmeldung dauert entsprechend etwas länger. Dafür sollte sich der Computer nach der Anmeldung etwas performanter anfühlen. Mal schauen, was die Benutzer zurückmelden.

P.S. Seit der neuen Version von Windows 10 dauert die Erstprofilerstellung auch nicht mehr so lange wie bei der ersten Version von Windows 10. Allenfalls würde sich neu der Wechsel auf UE-V doch lohnen. Wer weiss…

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