Bibliotheksprogramm

Einige unserer Schuleinheiten betreiben eine kleine Schulbibliothek. An 3 Standorten hat man sich für das Programm ps-biblio entschieden.

Neu gibt es die Version 5, die auf Microsoft SQL Server Express setzt. Wir setzen das Programm als Einzelplatzversion auf dem lokalen Computer der jeweiligen Bibliothek ein.

Vorüberlegungen

SQL auf dem Client
Wenn das Programm nur auf einem Rechner installiert wird, könnte man die SQL Datenbank auch auf diesem Rechner installieren. Das Problem bei diesem Vorgehen ist das Backup der Datenbank. Man müsste entweder über T-SQL oder Powershell ein Skript schreiben, um ein Backup der Datenbank zu erstellen. Dieses müsste man dann über die Aufgabenplanung ausführen lassen, z.B. beim Start des Programms (es handelt sich beim Client ja nicht um einen Server, der 24 Stunden läuft). Aus diesen Gründen habe ich diesen Weg verworfen.

SQL auf dem Server
Wenn die SQL Datenbank auf einem Server läuft, muss man zwar Serverressourcen zur Verfügung stellen, dafür ist das Problem mit dem Backup gelöst. Wir sichern unsere Server als virtuelle Maschinen mit DPM, der mit SQL Datenbanken umgehen kann. Da die bestehenden 2 Standorte mit ps-biblio Version 4 voraussichtlich auch irgendwann auf Version 5 umstellen werden, muss auch dies bei der Planung des SQL Servers beachtet werden.

Umsetzung

Folgende Schritte werden durchgeführt:

  1. PS-BIBLIO auf einem virtuellen Computer installieren
  2. Datenbank auf virtuellem Computer umbenennen und exportieren.
  3. SQL Server Express in der empfohlenen Version 2014 auf einem Server installieren
  4. exportierte Datenbank auf Server importieren
  5. PS-BIBLIO auf Bibliotheksclient installieren und mit Datenbank verbinden

1. PS-BIBLIO auf einem virtuellen Computer installieren
Die Installationsdatei bekommt man direkt von der Webseite. Dort findet sich auch eine Anleitung für die Installation im Netzwerk.

Wichtig: Während der Installation wird Microsoft SQL Express 2014 heruntergeladen und installiert. Diesen kann man auf einem schweizerdeutschen System installieren. Am einfachsten wechselt man die Ländereinstellungen über die Powershell:

Set-WinuserLanguageList –LanguageList DE-DE

 

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Bei der Installation sollte man unbedingt auf “Serverinstallation” umstellen. Die voreingestellte Auswahl “Einzelplatz” mit einer Microsoft LocalDB eignet sich bei uns nicht, da sich bei uns jede Lehrperson mit ihrem persönlichen Account anmeldet. Im Handbuch der Version 5, das noch mit “Beta” gekennzeichnet ist, steht:

„Zu beachten ist, dass jeder Benutzer mit seiner Windowsanmeldung eine eigene Instanz von LocalDB zugewiesen bekommt. Wenn also auf einem Rechner mehrere Benutzerkonten existieren, ist nicht garantiert, dass jeder Account Zugriff auf die Daten von ps-biblio bekommt. Wir empfehlen LocalDB deshalb nur für den Fall, dass alle Anwender sich mit dem gleichen Account anmelden bzw. dass gar keine Anmeldung erforderlich ist.

 

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Während der Installation wird der SQL Server heruntergeladen und extrahiert. Hier kann man das vorgeschlagene Verzeichnis belassen und mit OK bestätigen.

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Nach erfolgreicher Installation wählt man “System” –> “Einstellungen”.

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Die bibliotheksweiten Daten kopiert man vom angezeigten lokalen Pfad auf eine Netzwerkfreigabe. Bei einer Einzelplatzinstallation geht es nicht darum, dass man von mehreren Computern auf diese Freigabe zugreifen kann, sondern um das Backup. Auf dem Fileserver wird dieses regelmässig gesichert und man kann den Bibliothekscomputer problemlos neu aufsetzen, ohne dass man Daten verliert.

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Die Daten aus dem Unterordner “Datenbanken” habe ich gelöscht. Diese werden bei einer Installation mit SQL Express nicht benötigt und belegen nur Platz.

Danach wechselt man zu “Verbindungsdaten eingeben” und wählt die “Hauptdatenbank” ohne die Demodaten.

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2. Datenbank auf virtuellem Computer umbenennen und exportieren.
Für den nächsten Schritt benötigt man das “SQL Server Management Studio”. Bei der Installation wählt man “Neue eigenständige SQL Server-Installation…” und dann “SQL Server 2014 neu installieren”.

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Das Management Studio findet sich unter den Verwaltungstools.

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Wenn man nun das Management Studio öffnet, sieht man dass die Instanz “PSBIBLIO” heisst und die Datenbank “PSBIBLIO_HAUPTDATENBANK”.

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Wenn wir später alle 3 Standorte auf PS-BIBLIO Version 5 migriert haben, können nicht alle 3 Datenbanken gleich heissen, daher benenne ich sie hier um.

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Nun sichert man die Datenbank, damit man sie auf dem wirklichen Server dann wiederherstellen kann.

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3. SQL Server Express in der empfohlenen Version 2014 auf einem Server installieren
Im nächsten Schritt installiert man SQL Server 2014 auf einem Server. Bei der Installation von PS-BIBLIO wurde der SQL Server in C:\Programme\ps-biblio 5 heruntergeladen. Dort findet sich auch ein Configuration File, mit dem man sicherstellen kann, dass der Server mit den gleichen Einstellungen wie bei der PS-BIBLIO Installation konfiguriert wird.

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Das Configuration File verschiebt man in den SQL Ordner und kopiert diesen auf den Server.

Auch auf dem Server muss man die Ländereinstellungen auf DE-DE wechseln:


Set-WinuserLanguageList –LanguageList DE-DE

Danach kann man den SQL Server über die Eingabeaufforderung installieren:


Setup.exe /ConfigurationFile=ConfigurationFile_SQLEXPR_64.ini

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Wenn man die Datenbank auf diesem Weg manuell installiert (und nicht über das Setupprogramm von PS-BIBLIO), muss man die Firewall selber entsprechend anpassen. Dies ist im Dokument “Installation von ps-bliblio im Netzwerk” beschrieben.

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4. exportierte Datenbank auf Server importieren
Nun muss man auch auf dem Server noch analog zum Client oben das Management Studio installieren und damit die vorher gesicherte Datenbank wiederherstellen.

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Nachdem nun auch das Management Studio installiert ist, kann man wieder auf Schweizerdeutsch umstellen:


Set-WinuserLanguageList –LanguageList DE-CH

5. PS-BIBLIO auf Bibliotheksclient installieren und mit Datenbank verbinden
Auf dem Bibliothekscomputer muss man nun nur noch das Hauptprogramm installieren.

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Nach der Installation erhält man eine Meldung, dass die Datenbank nicht gefunden werden konnte.

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Wenn man die Meldung mit OK bestätigt, kann man im nächsten Fenster die Datenbankverbindung herstellen. Hier benötigt man das Standard-Passwort “0penb1bl10!”.

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Nun gibt es noch ein paar Nacharbeiten. Zum einen muss man auch bei dieser Installation das Bibliotheksweite Datenverzeichnis anpassen.

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Ausserdem kann man hier gerade auch noch das Masterpasswort abändern.

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Das Passwort, um sich als “system” am Programm anzumelden, sollte man auch abändern. Dies kann man beim Programmstart machen:

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Über System –> Personal kann man sich einen eingeschränkten Account für die Lehrpersonen, die mit dem Programm arbeiten erstellen.

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Als nächstes muss man die Lizenz freischalten und Schüler/-innen und Bücher importieren.

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