Archiv der Kategorie: Schule

Google “Mind the gap”

Mit dem Programm “Mind the gap” möchte Google versuchen, mehr Frauen für Informatik oder andere Ingenieursberufe zu motivieren. Nachdem Frauen von Google in Israel das Programm “Mind the gap” 2008 gestartet hatten, soll es nun weltweit eingesetzt werden. Am letzten Mittwoch fand der erste Anlass in der Schweiz statt.

Am Morgen wurden 30 Schülerinnen von etwa 11 Jahren in Zürich begrüsst und es gab einen Einblick eines “normalen” Tag im Leben einer Programmiererin bei Google. Schliesslich sollten die Schülerinnen mit Scratch selber etwas Programmieren.

Nach der Pause ging es dann zu einer Besichtigung des Google Gebäudes inkl. den Räumen mit Spielgeräten etc. Eine Lehrperson war der Ansicht, dass es bei Google “kinderfreundlicher” eingerichtet sei, als in einem Schulhaus. Auch die Rutsche in das Restaurant durfte natürlich nicht fehlen.

Danach ging es nochmals ans programmieren. In dieser kurzen Zeit wurde z.B. dieses Spiel geschrieben, bei dem man mit den Cursortasten den blauen Balken unten hin- und her bewegen kann. Wenn ein Ball nach unten fällt, löst er sich auf, wenn er mit dem Balken abgefangen wird, dupliziert er sich.

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Der Code wird in Scratch mit Bausteinen zusammengestellt. Man muss sich also nicht um richtig gesetzte Strichpunkte etc. kümmern.

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Das Programm lässt sich auch gut im Unterricht einsetzen. Es war eindrücklich zu sehen, wie schnell es Erfolgserlebnisse gibt und wie motiviert und konzentriert gearbeitet wurde.

Am Schluss gab es neben einer Mausmatte und einer Scratchanleitung auch noch ein Zertifikat:

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Die zwei Mädchen, die ich begleitet habe, haben beide gemäss eigenen Aussagen Informatik nun als weitere Möglichkeit für ihre Berufswünsche im Hinterkopf. Google hat also das erreicht, was sie wollten. In einem halben Tag.

Stellenwert von Informatik in der Schule

Am diesjährigen Kadervernetzungstag hat Ludwig Hasler ein imposantes Einstiegsreferat mit dem Titel „Weltsprache Informatik“ gehalten.

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Das Referat war frei gesprochen, lehnte sich inhaltlich aber wohl an seine von der Hasler-Stiftung veröffentlichte philosophische Annäherung “Informatik und Bildung” an, zumindest hat er diese als Tagungsunterlagen angegeben.

Ein paar Auszüge:

“…Wären wir so konsequent wie unsere Vorfahren, gäben wir der Informatik einen zentralen Platz in der Bildung. … Eine Gesellschaft, die ganz den Spezialisten überlässt, was sie steuert, gibt ihre Souveränität auf.”

“Diesem Schongang entspringt wohl auch die spontane Abwehr eines Pflichtfaches Informatik in Grundschulen. „Jeder Zehnjährige ein Programmierer!?“ Es ist der Reflex gegen Diktate „der Wirtschaft“ an die Schule. … So dass uns nur diese Wahl bleibt: Entweder wir lassen uns willfährig lenken durch Programme einer Denkweise, die uns schleierhaft bleibt – oder wir lernen kennen, was uns lenkt. Schmeckt nach Entweder – Oder: Unmündigkeit oder (mögliche) Freiheit.”

“Mit Informatik verzagt dieselbe Bildungspolitik, versenkt sie im fächerübergreifenden Thema ICT, vermischt mit Medienkompetenzen. …IT … begründet als eigenständige Wissenschaft eine neue Haltung zur Welt, neu – verglichen mit der Haltung der Sprachen und der Mathematik.”

“Wer in einer Welt der Algorithmen keine Ahnung von informatischem Denken hat, wird leicht zur Marionette von Spezialisten. Man wird damit nicht zwingend unglücklich. Mündigkeit jedoch sieht anders aus. Sie setzt voraus, dass wir kennen, was uns steuert.”

Informatik ist wohl wirklich auf dem Weg, die vierte Kulturtechnik zu werden, wenn sogar ein 70-jähriger Referent in wenigen Minuten erklären kann, wieso dies so sein wird.

Obwohl ein eigenes Fach im Lehrplan 21 nicht durchgekommen ist, verlangt das Modul “Medien und Informatik” auch die Förderung von Kompetenzen der Informatik:

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Nur deckt sich das nicht mit meiner Wahrnehmung von Lehrpersonen und Schulleitungen. Es gibt zwar einige Beispiele, die gezielt versuchen, auf diese Kompetenzen hinzuarbeiten, aber gefühlt ist das eine kleine Minderheit. Nachdem das Editorial des Schulblattes 2015 Nr. 3 zwar von den Änderungen des Lehrplans handelt, aber kein Wort über das neue Modul “Medien und Informatik” verliert, wird sich daran auch so schnell nichts ändern. Immerhin wird auf Seite 180 dann darauf hingewiesen, dass da wohl doch noch Handlungsbedarf besteht:

“Mit der Einführung des Lehrplan 21 und damit der stärkeren Gewichtung des Kompetenzbereichs «Medien und Informatik» muss mit einem erhöhten Bedarf an Weiterbildung in diesem Bereich gerechnet werden.”

Auch Beat Döbeli’s begründete Angst, dass das Modul “Medien und Informatik” vergessen gehen könnte, stimmt nicht gerade optimistisch.
Geschweige denn, dass die für die Einführung des neuen Lehrplans in Zürich zuständige Frau Schmocker den Handlungsbedarf nicht zu begreifen scheint.

neue Empfehlungen Kanton St. Gallen

Der Kanton St. Gallen hat am 11.Februar 2015 das alte Konzept aus dem Jahre 2001durch die neuen Empfehlungen “Medien und Informatik in der Volksschule” ersetzt.

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Hier ein paar Auszüge mit Bemerkungen:

  • “Es ist zudem von zentraler Bedeutung, dass Lehrpersonen die Beschäftigung mit neuen Medien als wichtig für die Entwicklung und für das künftige Berufsleben der Lernenden erachten. Das heisst, Technologien sind nicht nur ein praktisches Bildungswerkzeug, sondern sie stellen auch einen bedeutenden Bildungsinhalt dar.”
    Gut, dass der Kanton hier so klar Stellung bezieht.  Es gibt immer noch Lehrkräfte, die das Gefühl haben, neue Medien seien nicht so wichtig für sie und ihre Schüler/-innen. Auf der anderen Seite wird von immer mehr Seiten erkannt, dass Medienkompetenz heute als vierte Kulturtechnik gilt (vgl. z.B. Medienkompetenz im Schulalltag). Dieses Ziel umzusetzen ist klar eine Führungsaufgabe und sollte von den Schulleitungen als fortlaufende Aufgabe wahrgenommen werden.

  • “Da der persönliche Gerätebesitz bei Kindern und Jugendlichen gemäss aktuellen Studien2 laufend zunimmt, ist das Thema «Bring your own device» (BYOD) zunehmend im Gespräch.”
    Da sind wir scheinbar auf dem richtigen Weg.

  • “Mengengerüst «Basisvariante»
    Die Basisvariante beschreibt die Anzahl stationärer und mobiler Geräte, die im Minimum für den Einsatz im Unterricht zur Nutzung durch die Lernenden zur Verfügung stehen müssen.
    Kindergarten 2 Geräte pro Kindergartenklasse
    Primarstufe 4 Geräte pro Schulklasse
    Oberstufe 5 Geräte pro Schulklasse, 1-2 Informatikzimmer”
    Dies erreichen wir im Moment nicht. Ich gehe davon aus, dass dies für viele Schulen im Kanton so zutreffen wird.

  • “Voraussetzung für den Einsatz von mobilen Geräten wie Notebooks, Tablets und Smartphones sind lokale drahtlose und verschlüsselte Netzwerke.”
    Auch dies ist eine neue Forderung, die aber an vielen Schulen bereits umgesetzt wird.

  • “Der pädagogische Support befasst sich mit Fragen rund um den Unterricht und stellt die Beratung von Lehrpersonen sicher.”
    Funktionierende Netzwerke und Geräte sind wichtig und an den meisten Schulen vorhanden. Wichtig ist nun, dass alle Lehrpersonen so viel pädagogische Unterstützung und Inputs erhalten, damit auch alle Schüler/-innen unabhängig von Lehrperson und Klasse in dieser neuen vierten Kulturtechnik ausgebildet werden.

Office Mix

Microsoft bietet gratis ein add-in Office Mix für Powerpoint 2013 an, mit dem man interaktive Präsentationen erstellen kann.

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Man kann damit auch Filmaufnahmen vom Bildschirm erstellen. Im Moment verwende ich immer noch Expression Encoder (vgl. auch diesen Beitrag), das allenfalls durch Office Mix abgelöst werden könnte.

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Auf der Startseite wird beschrieben, wie man Office Mix installieren kann. Ich dachte schon, dass dies wieder so eine Einzelplatzinstallation ist, die sich nur schwer verteilen lässt. Aber ein Aufruf der setup Datei mit Schalter /? liefert die Schalter für eine unbeaufsichtigte Installation auf vielen Geräten. Diesmal wurde also an die Installation in grösseren Umgebungen gedacht, perfekt.

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Office 365 ProPlus Benefit

Nachtrag: Dieser Beitrag ist veraltet. Neu bietet Microsoft ein Self Sign-Up Portal an.

Microsoft bietet allen Schüler/-innen und Angestellten der Schule das volle Office Paket kostenlos zum Download. Das Programm heisst Office 365 ProPlus Benefit und erlaubt 5 Installationen auf PCs oder Macs und 5 Office Mobile Versionen auf Tablets und Smartphones.

Hier ist beschrieben, wie man das Office Paket herunterladen und installieren kann.

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Lehreroffice: Formulare

Ich wurde von Lehreroffice angefragt, ob wir allenfalls ein passendes Formular als Vorlage für eine andere Schule hätten, das sie weitergeben dürften. Dabei habe ich gemerkt, dass auf unserer neuen Homepage die Formulare von Lehreroffice nicht mehr verlinkt sind. Wir haben diese schon länger als Vorlage für andere Schulen zur freien Verfügung gestellt.

Hier findet man unter anderem eine Anleitung zum Arbeiten mit Formularen. Alternativ kann man auch unter Youtube nach Lehreroffice suchen (Tipp: Auflösung unten rechts auf 720p HD stellen)

Die Formulare sind als eine Zip Datei erhältlich, die man extrahieren und dann daraus die gewünschten Formulare in den eigenen Formularordner verschieben kann. Im Ordner OSA finden sich die Formulare für die Oberstufe, im Ordner PSA die für die Primarschule.

Lehreroffice: Anleitungen

Auf unserer neuen Homepage sind die Anleitungen zu Lehreroffice nicht mehr verlinkt. Daher habe ich sie nun hier veröffentlicht. 

Noten nach Klassenumteilung während dem Semester
Was passiert mit den bestehenden Noten, wenn eine Schülerin oder ein Schüler die Klasse während dem Semester wechselt?

alle Noten anzeigen als Klassenlehrperson
Gerade für ein Elterngespräch kann es wichtig sein, dass man als Klassenlehrperson auch die Noten von Fachlehrpersonen anzeigen kann.

Zeugnis: spezielle Fächer
Hier wird gezeigt, was man machen muss damit z.B. das „besucht“ bei Religion nicht angezeigt wird, wenn Religion nicht besucht wurde oder wie man den Instrumentalunterricht einträgt.

Leistungsvergleich und Portfolio
Mit der Druckansicht „Leistungsvergleich“ oder „Portfolio“ kann man sich die Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers grafisch aufbereitet anzeigen lassen.

Gespräche
Bei dieser Anleitung wird gezeigt, wie man Gespräche in Lehreroffice vorbereiten und dokumentieren kann.

Formulare
Hier wird gezeigt, wie man die „Formulare der Schule“ benutzen kann.