Archiv der Kategorie: Schule

Surface Pro 4 vs. HP elite x2 1012

Einleitung
Wir ersetzen unsere Hardware nach 6 Jahren. Nun haben wir beschlossen, dass wir unsere Laptops mit sogenannten 2-in-1 Geräten (oder Convertibles oder Detachables oder…) ersetzen. Also mit Geräten, die man sowohl als Laptop, als auch als Tablet benutzen kann. Da es hier um eine völlig neue Geräteklasse geht, haben wir beschlossen, die Geräte für 2015 und 2016 vor dem Jahreswechsel zu evaluieren und dann gemeinsam zu bestellen (mit entsprechender Rechnung für das jeweilige Kalenderjahr). Somit kommen wir auf über 170 neue Geräte.

Gerätetyp
Da die Geräte eben auch den Laptop ersetzen sollen, kamen sehr günstige Geräte mit Atom Prozessoren und unter 4GB Ram nicht in Frage. Da die Geräte aber auch Tablet sein sollen, wollten wir Geräte, bei denen man die Tastatur wegnehmen kann (also nicht nur ganz umklappen wie z.B. beim Lenovo Yoga Pro 3). So blieben dann am Schluss nur noch Geräte wie das Surface Pro von Microsoft. Konkurrenten wären das Lenovo Miix 700, das aber noch nicht verfügbar ist. HP hat aber mit dem elite x2 1012 ein ganz neues Angebot, das auch in Frage kommt. Wir bekamen ein Surface Pro 4 und ein Vorserienmodell eines HP elite x2 1012 als Demogeräte zur Verfügung gestellt.

Vorbemerkung
Da das elite x2 1012 ein Vorserienmodell ist, sollte man die Tests mit Vorsicht zur Kenntnis nehmen. Ein besseres Bios oder bessere Treiber können allenfalls dann auch zu besseren Resultaten führen.

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Abmessungen
Das Surface Pro 4 hat die Abmessungen 292,10 x 201,42 x 8,45 mm und ein Gewicht von 786g ohne Tastatur. Beim HP elite x2 1012 werden 300 x 214 x 8 mm mit einem Gewicht von 840g angegeben. Die Werte stammen aus den Datenblättern und wurden nicht nachgemessen. Es ist aber so, dass sich das Surface Pro 4 wirklich etwas leichter anfühlt und kleiner ist:

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Verarbeitung
Die Geräte fühlen sich beide sehr wertig an. Da würde wohl nur ein längerer Einsatz mit den Schüler/-innen aufzeigen, welches Gerät in dieser Hinsicht das Bessere ist.

Tastatur
Beide Geräte bieten für die eingesetzten Abmessungen eine erstaunlich gute Tastatur. Es waren jedoch bisher alle unsere Tester, die sie kurz ausprobieren konnten, der Meinung, dass die Tastatur des HP elite x2 1012 ein noch besseres Schreibgefühl vermittelt als diejenige vom Surface Pro 4.

Display
Trotz der geringeren Abmessung des Surface Pro 4 ist das Display ein wenig grösser. Das HP elite x2 1012 hat einen grösseren schwarzen Rand um das Display. Das Surface Pro 4 bietet eine Auflösung von 2736 x 1824, das HP elite x2 1012 “nur” eine von 1920 x 1280, was für 12” eigentlich ausreichend sein müsste. Trotzdem wurde das Display des Surface Pro 4 von allen unseren Testern im direkten Vergleich als “knackiger”, “noch etwas schärfer” und auch etwas heller als das vom HP elite x2 1012 eingestuft. Es bewegen sich aber beide Displays auf hohem Niveau.

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Leistung
Man kann beide Geräte mit verschiedenen Optionen konfigurieren. Das Surface im Test hat einen Core-i5-6300U und das HP elite x2 1012 den stromsparenden Core M5-6Y57. Gemäss einem im Internet gefundenen Performance Vergleich ist der m5 etwa 42% schlechter als der i5.  Da solche Tests immer davon abhängen, was getestet wird, wollte ich einen realen Vergleich. Dazu habe ich das von uns verwendete Programm Gimp gestartet und dann noch einen Filter angewendet.

Das Surface Pro 4 ist etwas leistungsfähiger, aber definitiv nicht so viel, wie die 42% vermuten lassen würden. Dafür ist der m5 des HP elite x2 1012 passiv gekühlt, benötigt also keinen Lüfter. Das Surface Pro 4 wird auch wärmer als das HP elite x2 1012, wahrscheinlich auch darum, weil der Lüfter fast nie läuft. Wenn der Lüfter läuft, ist er eher leise, aber ganz ohne Lüfter ist dann schon deutlich angenehmer.

Laufzeit
Der Core m5 Prozessor vom HP elite x2 1012 ist stromsparender als der i5 vom Surface Pro 4. Daher sollte er auch länger laufen. Um dies zu testen, habe ich eine ganz einfache Testanordnung benutzt. Kein Benchmark oder ähnliches, sondern einfach bei voller Leistung und hellsten Displayeinstellungen (auch nicht ganz fair, da das Surface heller zu sein scheint und die höhere Auflösung hat) alle Filme eines Youtubekanals über WLAN abgespielt. Es ist nicht so, dass der m5 eine deutlich längere Laufzeit als der i5 hat (ca. 15%). Aber auch hier kann ich nicht sagen, ob das nicht Bios und Treibern geschuldet ist, die sicher noch verbessert werden, bis das HP elite x2 1012 wirklich erhältlich ist.
Die Frage ist auch hier, wie wichtig die Laufzeit wirklich ist. Die Geräte sind als Poolgeräte geplant und kommen nach dem Einsatz von einer oder mehreren Lektionen wieder zurück an den zentralen Standort. Auch die beste Laufzeit nützt nichts, wenn sie niemand lädt. Wichtig wäre also wohl, dass sie an diesem zentralen Standort geladen werden, damit man sie mit vollem Akku ausleihen kann. Allenfalls können da selber erstellte Tablare oder Schränke mit den Lade-Adaptern oder eine fertige Lösung hilfreich sein.

WLAN
Bei einem “Feldversuch” mit den vorhandenen Accesspoints (ohne ac) habe ich eine grosse Datei über Wlan auf die lokale Festplatte kopiert. Dies ging mit dem Surface Pro 4 so viel schneller, dass man davon ausgehen muss, dass der von mir verwendete Treiber im HP elite x2 1012 noch nicht die volle Leistung bringt.

Wartbarkeit
Das Surface Pro 4 lässt sich nicht wirklich öffnen. Wenn also mal etwas defekt wäre oder der Akku ersetzt werden müsste, lässt sich das Gerät nicht reparieren. Das HP elite x2 1012 hat ein verschraubtes Gehäuse, das sich öffnen lässt. Also ganz klar ein grosser Vorteil des Geräts von HP. Es ist aber schwierig abzuschätzen, ob und wie oft davon Gebrauch gemacht werden müsste.

OSD
Microsoft bietet seine Treiber fürs Surface Pro 4 in einer Variante als ZIP Datei, die man in SCCM für die Betriebssystembereitstellung (OSD) benutzen kann und als MSI, um bestehende Installationen mit der neuen Version zu versorgen. Das Surface Pro 4 lässt sich also bereits zum jetzigen Zeitpunkt vollständig automatisiert mit unserem Image bereitstellen. Ganz anders beim HP elite x2 1012. Dies ist wie oben beschrieben ein Vorserienmodell. Der USB-C zu Ethernetadapter der PXE Boot unterstützt ist auf den Januar angekündigt und deploymentfähige Treiber sollen gemäss Auskunft von HP Schweiz im Dezember beim Verkaufsstart verfügbar sein. Unser Image kann man in der Zwischenzeit installieren, indem man von einem Bootmedium (hier CD) startet, das eine Verbindung mit dem SCCM Server herstellt.

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HP ist ein Anbieter von Businessmodellen und das elite ist eine entsprechende Serie. Man kann also davon ausgehen, dass man ab Januar auch das elite x2 1012 automatisiert aufsetzen kann. Es ist noch nicht abzuschätzen, ob es dann am Anfang doch noch Probleme mit den Treibern gibt, die viel Zeit benötigen (wie auch früher beim Surface Pro 4).

Optionen
Spannend für Firmen ist beim HP, dass man das Gerät sehr flexibel konfigurieren kann. Intel vPRO, Fingerprintreader oder auch ein WWAN Modul können bestellt werden, was beim Surface Pro 4 nicht möglich ist. Da wir aber diese Dinge alle nicht benötigen, bietet das für uns im Moment keinen Mehrwert.

Preis und Garantie
Unsere Sitzung zur Gerätewahl findet in wenigen Tagen statt. Beim Surface Pro 4 ist ein EduBundle angekündigt und die Preise für das HP elite x2 1012 sollen morgen veröffentlicht werden. Dann müssen die entsprechenden Partner noch eine definitive Offerte erstellen. Da beide Geräte ihre Vor- und Nachteile haben, ist es gut möglich, dass Preis und Garantieleistungen den letzten Ausschlag für das eine oder andere Gerät geben.

Stift
Beide Geräte kommen mit einem Stift und einem Digitizer (man kann also die Hand beim Schreiben ablegen und es werden Druckstufen erkannt). Beide fühlen sich gut an, beim Surface Pro 4 wurde mir scheinbar ein falscher Pro 3 Stift mitgeliefert, der nicht abgeflacht ist.
Es ist schwierig vorherzusehen, ob der Stift in der Schule gebraucht wird. Bei einer 1:1 Ausstattung wäre ein guter Digitizer ein zwingendes Kriterium. Bei uns werden die Geräte aber als Poolgeräte eingesetzt. Die Geräte werden aber mehrere Jahre eingesetzt und es wäre schade, wenn Lehrpersonen in Zukunft feststellen, dass ein Digitizer ein geniales Feature ist, aber die in diesem Jahr gekauften Geräte keinen anbieten.

Fazit
Das perfekte Gerät gibt es nicht. Aber als Nachfolger unserer Laptops, die man auch als Tablet benutzen kann, können beide Geräte dienen. Dies soll und kann kein so ausführlicher Test sein, wie ihn Zeitschriften und professionelle Testblogs liefern können und auch werden. Es ging mehr darum, Argumente für unsere EDV-Kommissions-Sitzung zu sammeln. Ich musste diese eh notieren, damit ich nicht den Überblick verliere, wieso nicht gleich hier. Vielleicht stehen andere auch an einem ähnlichen Punkt und können auf meine Tests aufbauen.

unpersonalisierte Accounts

Scheinbar benötigt man eine Einwilligung der Eltern, wenn man Schülerdaten wie Vor- und Nachname an Webservice-Anbieter übermittelt. Wir haben diese Einwilligung bei unseren Eltern nun eingeholt.

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Nun ja, damit fängt das Problem ja erst an…

Bei uns werden die Schüler/-innen im Sekretariat mit VRSG verwaltet. Dort hat jede Schülerin und jeder Schüler einen eindeutigen Schlüssel (meist ID und 6 Ziffern – z.B. ID123456) der ausserhalb des Programms keinen Bezug zu der Schülerin, resp. dem Schüler aufweist. Dieser Schlüssel wird beim Import in Lehreroffice synchronisiert. Damit haben wir eine Möglichkeit, einen unpersonalisierten Account zu erstellen, der aber intern einer Person zugeordnet werden kann.

Ich musste dies nun umsetzen. In diesem Jahr haben alle Eltern die Einwilligung gleichzeitig erhalten. In Zukunft werden die Eltern in der dritten Primarschule informiert und erhalten die Elterneinwilligung zum Unterschreiben. Die Lehrpersonen machen dann bei den Kindern, die keinen personalisierten Account haben dürfen, ein “x” in das “Freifeld 1” in Lehreroffice. Somit kann in den Sommerferien bei der Erstellung der persönlichen Accounts, die die Schüeler/-innen bei uns ab der vierten Primarschule bekommen, darauf Rücksicht genommen werden. Das grössere Problem sind Accounts für Schüler/-innen die neu zuziehen. Da kann der Account auch erst erstellt werden, sobald die Eltern die Elterneinwilligung unterschrieben haben und man weiss, ob man einen personalisierten Account erstellen darf. Ist zwar umständlich und langsamer, aber dafür haben Juristen und Datenschützer wahre Freude an uns …

Medien- und ICT-Konzept: 1. Sitzung

Wie hier beschrieben haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein lokales “Medien- und ICT-Konzept” erarbeiten soll. Zur Vorbereitung der einzelnen Mitglieder standen diverse Informationen bereit.

In einem ersten Schritt ging es darum, Ziele (grün) und allfällige Stolpersteine (rot) zu erfassen, die wir in der ganzen Arbeit am Konzept nicht aus den Augen verlieren wollen.

Danach wurde versucht, die gefundenen Ziele und Stolpersteine zu gruppieren und durch wenige, aussagekräftige Punkte zu ersetzen, die möglichst alles abdecken, was genannt wurde.

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Dabei haben wir festgestellt, dass die Stolpersteine oft nur eine Negierung der Ziele waren. Auf diese haben wir verzichtet und nur noch einen Stolperstein, der eine Aussage über eine Negierung hinaus machte aufgenommen.

Folgende Ziele sind dabei herausgekommen:

  • Schulleiter übernehmen Schlüsselrolle (Führung und Qualitätssicherung).
  • Alle beteiligten Stufen und Gemeinden halten sich ans Konzept.
  • Es ist klar, WER WANN WAS macht.
  • Digitale Geräte und Kompetenzen werden in allen Fächern zielgerichtet angewendet.
  • Weiterbildung wird angeboten und ist verbindlich.
  • Es existiert ein pädagogischer Support.

Als Stolperstein blieb dann nur noch:

  • fehlende Ressourcen

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Der ganze Prozess wird einiges an Zeit benötigen und voraussichtlich auch nie ganz abgeschlossen sein.

Dies ist der Vorschlag vom Institut ICT & Medien:

In einem weiteren Schritt wollten wir zu erreichende Meilensteine definieren und mit einem Datum versehen. Da sind wir aber noch nicht fertig geworden. Als Vorlage bei der Erarbeitung der Meilensteine kann man z.B. die Konzeptbausteine des Instituts ICT & Medien verwenden, die etwas ausführlicher beschrieben sind, als das “Original” des Zürcher ict-guide.

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Einstein Sendung Mathe in der Krise

Einsteins Sendung “Mathe in der Krise” liefert spannende Einblicke in die Mathematik und den Zusammenhang zwischen Mathematik und der Natur.

Zwischen 04:02 und 05:24 gibt es ein Plädoyer für den Einsatz der persönlichen mobilen Geräte der Schüler/-innen (BYOD). Zitat: “Die Gesellschaft hat sich total verändert, aber wir machen noch Mathe wie 1975…”

Zwischen 05:54 und 07:12 wird gezeigt, wie viel Spass zwei Kantischülerinnen beim Programmieren haben, obwohl sie vorher das Gefühl hatten, Informatik sei nichts für sie. Das dies nicht nur mit Kantischülerinnen funktioniert, habe ich erlebt, als ich mal einen Saal voller 4.Klässlerinnen am Programmieren gesehen habe. Das dabei verwendete “Scratch” ist übrigens das selbe, das auch mit den Kantischülerinnen eingesetzt wurde…

ECDL Studie

ECDL Switzerland hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Computer-Kenntnisse der Schweizer Bevölkerung mit deren Selbsteinschätzung vergleicht. Dazu wurden repräsentativ Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren befragt.

Für den Praxistest musste man 12 Aufgaben aus den Bereichen Dateiverwaltung, Internet/E-Mail, Word und Excel lösen. Im Schnitt wurden 46.1% der Aufgaben richtig gelöst, wobei die 15-25jährigen deutlich besser (59.6%) abgeschnitten haben.

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Man kann die Aufgaben selber nachlösen, um sich von der Schwierigkeit zu überzeugen. Natürlich sind die Fragestellungen eher für Personen, die in einem Büro am Computer arbeiten (z.B. Anhang per Mail schicken, Fusszeile in Textverarbeitung einfügen,…), aber so schwierig sind sie dann auch nicht.

Viele haben sich bei der Selbsteinschätzung massiv überschätzt. Dafür, dass 84% der Befragten Computer-Kenntnisse sehr oder eher wichtig für den persönlichen beruflichen Erfolg betrachten, sind die Resultate sehr ernüchternd.

Natürlich nimmt ECDL diese Studie als Anlass, Werbung für ein ECDL Zertifikat zu machen. Auch ich finde, dass Anwenderkenntnisse für unsere Schüler/-innen wertvoll für später sind und bin froh, dass wir neben der “normalen” Vermittlung von Anwenderkompetenzen in der Schule noch eine Vertiefung in Freifächern in der zweiten und dritten Oberstufe anbieten, die von immer mehr Schüler/-innen genutzt wird.

Alle Informationen zur Studie findet man unter http://www.ecdl.ch/studie/.

“Ich habe ja nichts zu verbergen”

Diesen Satz hört man immer wieder, wenn man über Datenschutz oder Datensparsamkeit spricht. Und es ist ja so. Im Moment befürchte ich ja auch nicht, dass ich demnächst von einem Sondereinsatzkommando festgenommen werde… Es geht vielmehr um Bedrohungen, die sich in der Zukunft ergeben können. Was passiert mit den Daten, wenn die falschen Leute an die Macht kommen? Oder …? (vgl. auch diesen Beitrag). 

Das Editorial aus dem c’t 17/15 beschreibt eindrücklich, wie gesammelte Daten, bei denen auch jeder gedacht hat, dass man ja nichts zu verbergen habe, in kürzester Zeit über Leben und Tod entscheiden können. Lesenswert.

Medien- und ICT-Konzept: Übersicht

Wie wohl viele Schulen im Kanton versuchen wir bei uns auch ein “Medien- und ICT-Konzept” zu erarbeiten. Wir haben nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Schulrat, Schulleitungen, Lehrerschaft und Informatik gebildet.

Mit dem Einverständnis unseres Schulratpräsidenten werde ich unser Vorgehen hier dokumentieren. Die verschiedenen Beiträge sind hier verlinkt. Rückmeldungen oder Tipps von anderen Schulen, die schon weiter sind, nehmen wir gerne entgegen, entweder hier bei den Kommentaren oder direkt.

Medien und Informatik im neuen Lehrplan 21

Arbeitsgruppe

1. Sitzung

2. Sitzung

3. Sitzung

4. Sitzung

Umsetzungshilfe

 

Medien- und ICT-Konzept: Arbeitsgruppe

3 Gründe für ein Medien- und ICT-Konzept:

1. Empfehlungen Medien und Informatik in der Volksschule
Der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen hat Anfangs 2015 die Empfehlungen «Medien und Informatik in der Volksschule» erlassen.

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Diese lösen das Konzept «Informatik in der Volksschule» aus dem Jahr 2001 ab. Darin (Seite 5) empfiehlt der Erziehungsrat den Schulen unter anderem ein “Medien- und ICT-Konzept” zu erarbeiten.

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Ein “Medien- und ICT-Konzept” setzt sich aus einem “pädagogischen Nutzungskonzept” und einem “Betriebs- und Hardwarekonzept” zusammen. Das pädagogische Nutzungskonzept beschreibt, wie an der Schule Medien und ICT im Unterricht eingesetzt und genutzt werden.

2. Lehrplan 21
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Der Lehrplan 21 wird im Kanton St. Gallen auf das Schuljahr 2017 eingeführt. Neu gibt es die Bereiche „Medien“, „Informatik“ und „Anwendungen“. Die Bereiche „Medien und Informatik“ werden als eigenes Modul geführt, der Kanton St. Gallen sieht dafür in der Stundentafel je eine Jahreslektion von der 5. Primarschule bis zur 2. Oberstufe (total also 4 Jahreslektionen) vor. Der Rest muss als Modul in anderen Fächern unterrichtet werden. Dies trifft auch für den ganzen Bereich „Anwendung(en)“ zu, dieser muss ganz in die anderen Fächer integriert werden. Dies bedeutet, dass geklärt werden muss, wer wann was in welchem Fach macht. Mit Kursen kann versucht werden, die Lehrkräfte darauf vorzubereiten. Neu gehört zum Beispiel einfaches Programmieren sowohl zur Primarschule als auch in die Oberstufe oder das Schreiben mit der Tastatur ins Fach Deutsch

3. Arbeitsgruppe mobile Geräte
Unsere Arbeitsgruppe „mobile Geräte“ hatte den Auftrag zu Handen des Schulrates eine Empfehlung zum Thema abzugeben. Eine grosse Mehrheit der Lehrpersonen hat sich dafür ausgesprochen, mittelfristig ab der Mittelstufe mit den Geräten der Schüler/-innen zu arbeiten.

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Es werden Poolgeräte benötigt, die für Schüler/-innen eingesetzt werden können, die kein eigenes Gerät mitbringen oder wenn die Aufgabenstellung z.B. grössere Bildschirme benötigt. Ausserdem zeigt sich, dass Inputs für Lehrkräfte wichtig sind, damit mobile Geräte vermehrt und flächendeckender zum Einsatz kommen.

Grundsätzliches
An den Schulen hat sich die IT professionalisiert. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren gibt es funktionierende Systeme für Vorbereitung, Zusammenarbeit und Unterricht. Trotzdem werden in vielen Klassenzimmern immer noch keine “digitalen Kompetenzen” vermittelt, obwohl ein “…breiter Konsens, dass es zu den Aufgaben der Schule gehört, Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Medienumgang zu vermitteln…” herrsche. Der neue Lehrplan gibt nun einen klaren Auftrag dies verstärkt zu machen, zumindest noch klarer, als es der alte schon tat. Dies ist eine Steilvorlage, trotzdem bleibt die Gefahr, dass es untergehen könnte (vgl. auch diesen Beitrag unten).

Wie erreicht man es aber, dass “digitale Kompetenzen” beim Schüler, bei der Schülerin wirklich “ankommen”? Hier ein paar nicht abschliessende Gedanken:

  • Die Lehrkräfte resp. Teams sollen zu einer inneren Überzeugung gelangen, dass digitale Kompetenzen wichtig sind im späteren Leben ihrer Schüler/-innen und dass sie einen Beitrag dazu leisten wollen.
  • Die Schulleitungen haben eine Schlüsselrolle für eine flächendeckende Umsetzung der Vermittlung digitaler Kompetenzen. Eigentlich handelt es sich um ein Schulentwicklungsprojekt.
  • Die Lehrkräfte müssen unterstützt werden. Eine angepasste Umsetzungshilfe könnte die Lehrpersonen bei der Vorbereitung entlasten. Bei Problemen oder für neue Ideen sollte es einen gut funktionierenden pädagogischen Support geben.

Umsetzung
Unsere Arbeitsgruppe wird sich Ziele, Zeitplanung, Meilensteine,… selber erarbeiten. Der ICT-Guide vom Kanton Zürich oder die für St. Gallen angepasste Version kann als Grundlage dafür genommen werden, auch wenn gemäss Arbeitsgruppe zu Medien und Informatik im LP21  (vgl. S 19 oben) noch “Anpassungen nötig sind”. Der empfohlene Ablauf bei der Erstellung eines Konzepts ist meist ähnlich zu diesem:

  1. Wo wir stehen – IST-Analyse der Schule
  2. Was wir erreichen wollen – Ziele und Strategien
  3. Wie wir Medien und ICT integrieren – ICT-Lehrplan
  4. Welche Unterstützung wir anbieten – Support und Unterstützungskonzept
  5. Wie wir uns Materialien und Wissen zur Verfügung stellen – Wissensmanagement
  6. Wie wir uns weiterbilden wollen – Weiterbildungskonzept
  7. Welche Ausrüstung wir einsetzen wollen – Infrastruktur
  8. Wie wir die Schul- und Unterrichtsqualität pflegen wollen
  9. Wie wir kommunizieren – Kommunikation und Information
  10. Wie wir uns entwickeln wollen – Entwicklungsplanung

Man sieht, dass es hier um weit mehr geht, als einfach ein Konzept auf Papier zu bringen…

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