Archiv der Kategorie: Software

Lehreroffice: Lange Startzeit

Ich habe nach der Migration von Lehreroffice auf einen neuen Server ein seltsames Phänomen.

Der Start von Lehreroffice auf einem Windows 7 Client funktioniert problemlos und schnell.

Wenn ich aber von einem Client mit Windows 8.1 auf den Server über eine Netzwerkfreigabe zugreife, dauert es immer etwa 20 Sekunden, bis er die Datei Lehreroffice.ini von der Netzwerkfreigabe geladen hat.

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Der Lehrerofficesupport hatte dann die Idee, dass es ein Problem beim Zugriff auf die Freigabe sein könnte und um das zu testen einen Laufwerksbuchstaben für die Freigabe zu vergeben.

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Wenn man das Programm nun über diesen Laufwerksbuchstaben startet, wird die INI Datei normal schnell geladen.

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Ich bin dem dann noch weiter nachgegangen. Mit Wireshark habe ich ganz viele Einträge mit Fehlern gefunden, in denen der Freigabename abgeschnitten ist \\server\lehreroffic statt \\server\lehreroffice.

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Auch mit dem Process Monitor sieht man, wie 20 Sekunden auf etwas gewartet wird und dann der Aufruf von \\server\lehreroffic fehlschlägt.

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Wieso da ein Buchstabe abgeschnitten wird kann ich nicht sagen. Allenfalls gibt es einen Fehler im Programm. Es kann aber auch nicht ausgeschlossen werden, dass es gar nichts mit dem zu tun hat und es sich um ein Problem im Netzwerk handelt, obwohl der Aufruf der Freigabe mit dem Explorer normal und auch schnell funktioniert. Zu diesem Zeitpunkt habe ich nur einen Windows 8.1 Client, der auch noch über VLAN-Tagging auf der Netzwerkkarte ins Netz verbunden ist.

Im Moment kann ich aber ganz wie geplant auf den neuen Server migrieren, die Windows 7 Clients zeigen dieses Verhalten nicht. Wenn wir dann auf Windows 8 oder 10 wechseln, muss ich das nochmals überprüfen, allenfalls löst sich das Problem ja von selbst, weil in der Zwischenzeit die Implementierung von SMB in Windows 8 oder in der Entwicklungsumgebung von Lehreroffice angepasst wurde.

Wenn nicht, kenne ich ja nun dank dem Support von Lehreroffice einen Workaround mit dem verbundenen Laufwerksbuchstaben. Darauf würde ich aber lieber verzichten, trotzdem vielen Dank.

Nachtrag
Der Support von Lehreroffice hatte noch weitere Ideen zum Überprüfen. Wenn man alle Dateien in einem Unterordner der Freigabe kopiert und das Programm von dort startet, kann man den oben beschriebenen Aufruf von \\server\lehreroffic\ nicht beobachten und das Öffnen von Lehreroffice geht dann auch normal schnell. Neu liegt das Programm also nicht mehr im Ordner \\server\lehreroffice, sondern im Unterordner \\server\lehreroffice\Lehreroffice_Desktop\.

Wenn man die Pfade wie beschrieben nachträglich ändert, muss man auch die LehrerOffice.ini Datei entsprechend anpassen.

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Somit ist das Problem für mich gelöst, auch wenn ich mir das Phänomen nicht wirklich erklären kann. Einmal mehr ein grosses Danke an den tollen Support von Lehreroffice.

Nachtrag 2
Gemäss Support von Lehreroffice liegt das Problem mit dem abgeschnittenen letzten Zeichen an einem Fehler in der verwendeten Entwicklungsumgebung. Es besteht schon eine Idee für eine Anpassung im Programmcode, um diesen Fehler abzufangen. Genialer Support, wie immer – schnell, freundlich und kompetent!

Office Mix

Microsoft bietet gratis ein add-in Office Mix für Powerpoint 2013 an, mit dem man interaktive Präsentationen erstellen kann.

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Man kann damit auch Filmaufnahmen vom Bildschirm erstellen. Im Moment verwende ich immer noch Expression Encoder (vgl. auch diesen Beitrag), das allenfalls durch Office Mix abgelöst werden könnte.

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Auf der Startseite wird beschrieben, wie man Office Mix installieren kann. Ich dachte schon, dass dies wieder so eine Einzelplatzinstallation ist, die sich nur schwer verteilen lässt. Aber ein Aufruf der setup Datei mit Schalter /? liefert die Schalter für eine unbeaufsichtigte Installation auf vielen Geräten. Diesmal wurde also an die Installation in grösseren Umgebungen gedacht, perfekt.

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Lehreroffice: Formulare

Ich wurde von Lehreroffice angefragt, ob wir allenfalls ein passendes Formular als Vorlage für eine andere Schule hätten, das sie weitergeben dürften. Dabei habe ich gemerkt, dass auf unserer neuen Homepage die Formulare von Lehreroffice nicht mehr verlinkt sind. Wir haben diese schon länger als Vorlage für andere Schulen zur freien Verfügung gestellt.

Hier findet man unter anderem eine Anleitung zum Arbeiten mit Formularen. Alternativ kann man auch unter Youtube nach Lehreroffice suchen (Tipp: Auflösung unten rechts auf 720p HD stellen)

Die Formulare sind als eine Zip Datei erhältlich, die man extrahieren und dann daraus die gewünschten Formulare in den eigenen Formularordner verschieben kann. Im Ordner OSA finden sich die Formulare für die Oberstufe, im Ordner PSA die für die Primarschule.

Lehreroffice: Anleitungen

Auf unserer neuen Homepage sind die Anleitungen zu Lehreroffice nicht mehr verlinkt. Daher habe ich sie nun hier veröffentlicht. 

Noten nach Klassenumteilung während dem Semester
Was passiert mit den bestehenden Noten, wenn eine Schülerin oder ein Schüler die Klasse während dem Semester wechselt?

alle Noten anzeigen als Klassenlehrperson
Gerade für ein Elterngespräch kann es wichtig sein, dass man als Klassenlehrperson auch die Noten von Fachlehrpersonen anzeigen kann.

Zeugnis: spezielle Fächer
Hier wird gezeigt, was man machen muss damit z.B. das „besucht“ bei Religion nicht angezeigt wird, wenn Religion nicht besucht wurde oder wie man den Instrumentalunterricht einträgt.

Leistungsvergleich und Portfolio
Mit der Druckansicht „Leistungsvergleich“ oder „Portfolio“ kann man sich die Leistungen einer Schülerin oder eines Schülers grafisch aufbereitet anzeigen lassen.

Gespräche
Bei dieser Anleitung wird gezeigt, wie man Gespräche in Lehreroffice vorbereiten und dokumentieren kann.

Formulare
Hier wird gezeigt, wie man die „Formulare der Schule“ benutzen kann.

PDF Formulare mit Scribus erstellen

In unserem Sekretariat kam der Wunsch auf, dass man PDF-Formulare, die wir auf unserer Homepage anbieten, auch am Computer ausfüllen können sollte.

Gemäss c’t Artikel gibt es da verschiedene Möglichkeiten mit verschiedenen Vor- und Nachteilen.

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Ich habe mich dann für die Gratislösung Scribus entschieden, mit der sich das Gewünschte gut umsetzen liess.

Beim Öffnen eines Dokuments kann man auswählen, welches Standardmass man verwenden möchte. Ich wähle da Zentimeter, weil ich mir so die Abstände besser vorstellen kann, als z.B. mit Punkten.

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Scribus ist ein DTP Programm und anders als in Word muss man zuerst ein Textfeld aufziehen, bevor man Text einfüllt.

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Wenn man einen Rechtsklick auf ein Textfeld macht, öffnet sich das Kontextmenü, aus dem man “Eigenschaften” auswählen kann. Alternativ kann man auch die Taste F2 drücken, was hilfreich ist, da man doch sehr oft die Eigenschaften von einem Element benötigt.

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Durch die Angabe der gewünschten Zentimeter bei Geometrie kann man ein Element genau ausrichten.

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Um ein Formularfeld aufzuziehen kann man in der Menüleiste das richtige Werkzeug auswählen und eine entsprechende Form auswählen.

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Dieses Formularfeld soll also von Hand wie auch am Computer ausgefüllt werden können. Um es von Hand auszufüllen, macht eine Höhe von 1 cm wohl Sinn, damit man genügend Platz zum Schreiben hat.

Damit bei einer Höhe von 1 cm die Computerschrift nicht ganz oben am Feld klebt, muss man ein wenig rechnen. Eine 12pt Schrift ist etwa 4,233333mm hoch (vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Schriftgrad#DTP-Punkt). Wenn man also so eine Schrift innerhalb eines 1 cm hohen Feldes vertikal zentrieren möchte, ergibt sich also oben und unten ein Abstand von (10mm – 4,233333…mm)/2 = 2,88333333mm. Auf zwei Nachkommastellen gerundet also etwa 2,89mm. Diesen Wert kann man bei “Spalten & Textabstände” unter “Oben:” eintragen.

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Wenn man den gleichen Wert beim Textfeld und beim Formularfeld einträgt, ist die Schrift jeweils in der Mitte von Feld.

Wenn man nun das Dokument über “Exportieren” –> “Als PDF speichern…” exportiert, sollte man unter “Kompatibilität” “PDF 1.3” auswählen. So erhält man ein Dokument, das sowohl von Hand als auch am Computer ausgefüllt werden kann.

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Schulhauslizenz von Young World 2 installieren

Die PH Luzern hat eine Lernsoftware zu Young World erarbeitet und stellt diese den Schulen von Luzern kostenlos zur Verfügung. Schulen von anderen Kantonen können das Lehrmittel über diesen Anbieter beziehen.

Wir haben für unsere Primarschule eine Lizenz gekauft und nun sollte ich eine Installation für die entsprechenden Computer erstellen. Auf einem beiliegenden Zettel wird vorgeschlagen, das Programm auf einem Server zu installieren und dann eine entsprechende Verknüpfung zu erstellen, die man dann ja auch irgendwie auf die Clients verteilen müsste. Da keine zentrale Datenbank oder ähnliches gepflegt wird, ist mir eine lokale Installation auf den Clients viel sympathischer, da dann bei der Anwendung keine grossen Datenpakete wie Audiofiles übers Netzwerk fliessen.

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Das Programm schlägt C:\Program Files (x86)\English_YW2 als Zielverzeichnis vor. Bei einer späteren Verteilung könnte das Probleme mit vorhandenen 32bit Windows 7 Installationen geben, die wir auch immer noch im Einsatz haben.

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Daher habe ich die Installation auf C:\Lernprogramme\English_YW2 verlegt.

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Die Installation besteht aus einem reinen Kopiervorgang (und dem Erstellen der dem Installationspfad angepassten Verknüpfungen).

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Da das Programm nichts anderes benötigt als die Dateien im Ordner, kann man nun diesen Ordner und die Verknüpfung (auf den richtigen Pfad) speichern und die virtuelle Maschine wieder auf den Grundzustand zurücksetzen.

Nun kann man ein Skript zur Installation erstellen, das die Dateien auf den lokalen Client kopiert.

@echo off
REM Ordner English_YW2 auf c:\Lernprogramme\ kopieren
robocopy %~dp0\English_YW2 c:\Lernprogramme\English_YW2 /s
REM Verknuepfung in Startmenue kopieren
robocopy „%~dp0\English Young World 2“ „C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\Lernprogramme“
REM Return exit code to sccm
exit /B %EXIT_CODE%

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Nun kann man mit SCCM den ganzen Ordner auf einen Verteilungspunkt verteilen und als Programm das install.cmd Skript ausführen.

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Wie oben schon angetönt wäre eine andere Möglichkeit, dass man die Software auf einem Server installiert und dann nur die Verknüpfung auf die Clients verteilt. Das könnte man auch mit Robocopy erledigen oder über die Group Policy Preferences. Dies verursacht dann aber mehr Netzwerklast im Einsatz und vor allem installiere ich nicht gerne Clientsoftware auf Servern. Seit der Virtualisierung von Servern ist dies zwar auch etwas entschärft, man kann ja einfach noch einen zusätzlichen Applikationsserver erstellen, auf dem keine wichtigen anderen Dienste laufen.

Man merkt also leider auch dieser neueren Lernsoftware an, dass bei der Erstellung nicht an grössere Netzwerke und automatisierte Verteilung gedacht wurde. Wünschenswert wären Parameter für die automatisierte Installation im Stil von setup.exe /”ich möchte eine automatische Installation” /”ich möchte kein Desktopsymbol” /”Pfad für die Installation” /”Pfad zu einem allfälligen Logfile”.

Java 32bit EXE auf 64bit Windows verteilen schlägt fehl

Bisher habe ich die jeweils neueste Version von Java immer gemäss dieser Anleitung verteilt. Dabei hat man aus der EXE Datei die MSI Datei extrahiert (und dann mit Orca angepasst). Dieses Vorgehen wird aber schon länger nicht mehr von Oracle unterstützt, daher wollte ich bei der neuen Version den von Oracle empfohlenen Weg einschlagen.

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Gemäss Oracle kann man die exe Dateil silent installieren. Alternativ bieten sie auch weiterhin ein MSI an, das aber nur kostenpflichtig erhältlich ist:

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Vielleicht wär das ja zahlbar und sicher praktisch. Eine Suche war dann aber ziemlich ernüchternd… (CHF9,500.00 – CHF11,668.00)

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Also versuchte ich die EXE Datei, die man von www.java.com herunterlädt, gemäss der Beschreibung von Oracle silent zu installieren.

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Statt mit dem kostenlosen Download zu beginnen, wählt man alle Java-Downloads und dann die gewünschte Offline Installation aus. Da wir mit dem 32bit Internet-Explorer arbeiten, sollte auch die Java Installation für 32bit ausgewählt werden, unabhängig davon, ob ein 64bit Windows installiert wurde.

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Um die Installation zu steuern, kann man ein ”Configuration File” mitgeben oder Optionen für die “Command-Line” Installation anfügen. Die Optionen sind die gleichen, die man auch für das “Configuration File” benutzen kann und finden sich hier.

Dies ergibt dann für meine Bedürfnisse folgende Installation:

jre-8u25-windows-i586.exe AUTO_UPDATE=Disable /s

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Ein Problem dabei ist, dass die alte Version (in meinem Fall Java 7 Update 67) nicht deinstalliert wird.

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Um diese Version zu deinstallieren, kann man den Befehl

msiexec /x {26A24AE4-039D-4CA4-87B4-2F03217067FF} /qn

verwenden. Bei der neuen Version von SCCM (ab 2012) kann man auch angeben, dass die alte Version gelöscht werden soll, wenn man die neue installiert.

Leider funktioniert diese Vorgehensweise nicht auf 64bit Computern für die 32bit Javaversion (obwohl das der von Oracle empfohlene Weg für eine silent Installation ist), wenn der Befehl über den System Account ausgeführt wird (wie meistens bei Softwareverteilung).

Die EXE Datei extrahiert zuerst ein MSI. Wenn man das als lokaler Administrator durchführt, wird das MSI in c:\users\<username>\appdata\locallow\sun\java\jre<versionsnummer> extrahiert und dann ausgeführt. Wenn der Systemaccount die EXE Datei ausführt, wird die 32bit Version in c:\windows\syswow64\config\systemprofile\appdata\locallow\sun\java\… entpackt, die 64bit Version in c:\windows\system32\… (ist zwar nicht ganz logisch mit 32 und 64, ist aber so…).

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Der Windows Installer von einem 64bit Windows ist aber auch eine 64bit Anwendung und sucht die Datei nachher im 64bit Ordner c:\windows\system32\… wo er sie nicht finden kann, was dann mit einem Fehlercode 1619 quittiert wird, den man normalerweise gar nicht zu Gesicht bekommt, weil SCCM (oder andere Deploymentlösungen) die Installation silent mit dem System-Account durchführen…

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Nochmals kurz zusammengefasst …

  • Oracle empfiehlt eine silent Installation mit der EXE oder mit dem kostenpflichtigen MSI für etwa CHF 10’0000.-
  • Wählt man die Installation mit der EXE Datei, kann man ein 32bit Java nur auf ein 64bit Windows installieren, wenn der Benutzer zwar lokale Adminrechte hat, aber nicht der System-Account ist.
  • Und schon ist man in der Sackgasse… Danke für die Empfehlung, Oracle.

Es gibt Wege, wie man auch das hinbiegen könnte (wie dieser, der einen Ordner vorab erstellt und dann einen Junction Point benutzt, um dem System vorzugaukeln, dass der Ordner “system32” der gleiche ist wie “syswow64”. Aber ich gehe doch lieber den alten Weg über das extrahierte MSI, der von Oracle nicht mehr unterstützt wird…

Böse, wer dahinter Kalkül von Oracle vermuten würde, das teure MSI zu verkaufen Zwinkerndes Smiley

VRSG Export für Lehreroffice

Bei uns pflegt das Sekretariat die Schülerdaten in VRSG. Diese werden dann für Lehreroffice exportiert und dann in die Lehrerofficedatenbank importiert. So wird das zumindest im Kanton St. Gallen an vielen oder sogar den meisten Schulen gemacht.

Heute Nacht veröffentlicht VRSG eine neue Oberfläche zur Bearbeitung, lässt die alte aber auch noch bis Ende September bestehen. Man kann also in beiden Oberflächen arbeiten, die Daten landen in der gleichen Datenbank.

Für die Exportdatei aus VRSG muss aber bis zum 15. August die alte Oberfläche verwendet werden. Es ist also sehr wichtig, das Sekretariat auf diesen Umstand hinzuweisen.

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