Archiv der Kategorie: Schule

alte Computer weiter in der Schule

Unsere ausgemusterten Computer werden gelöscht, neu aufgesetzt und verkauft. Nun haben einzelne Lehrpersonen der Primarschule gewünscht, den ersetzten Laptop auch noch für Lernsoftware zu behalten. Für diese haben wir aber keine Server CALs, keine Office Lizenzen, keine Virenschutzlizenzen etc. Mit dem originalen Windows XP können sie aber weiter als lokale Übungsstationen ohne Netzwerkverbindung eingesetzt werden.

Dabei bin ich folgendermassen vorgegangen:

  1. Computer wie für den Verkauf löschen und klonen
  2. Windows mit entsprechendem Lizenzkey aktivieren.
  3. zusätzliche Lernsoftware (nur solche mit entsprechenden Lizenzen) installieren
  4. Standardbenutzer Schüler einrichten (Administratorzugang nicht weitergeben)
  5. Netzwerkgeräte im Gerätemanager deaktivieren (somit kommen die Laptops auch nicht ins Netzwerk, wenn jemand doch ein Kabel anschliesst). Die Standardbenutzer können sie nicht aktivieren. Wenn es möglich ist, kann man Lan und Wlan auch im Bios deaktivieren. 
  6. Virenschutz entfernen (sonst kommen Sicherheitshinweise, dass der Schutz nicht aktuell sei und er kann ja nicht mehr aktualisiert werden). Ausserdem würde es Probleme mit der Lizenz geben – der Einsatz ist ja nicht privat.
  7. Bios Einstellungen: nur starten von HD und ein Passwort vergeben. Somit kann man nicht so einfach das Adminpasswort zurücksetzen etc.

ausgemusterte Computer mit Win XP

Unsere Computer werden nach 6 Jahren ausgemustert. Zuerst werden die Festplatten vollständig mit DBAN gelöscht. Danach werden sie an interessierte Schüler/-innen verkauft. Dazu habe ich jeweils eine Linuxdistribution installiert (siehe auch diesen Beitrag). Der Vorteil von Lubuntu ist, dass es für ältere Hardware gemacht ist und auch dort einigermassen schnell läuft. Ein anderer Vorteil ist, dass es viel schneller installiert ist. Aber nachdem mir viele Schüler/-innen zurückgemeldet haben, dass sie halt doch lieber Windows XP installiert hätten, habe ich mir das dieses Jahr angetan…

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Facebookanfrage vom zukünftigen Chef

Eine unserer Schülerinnen beginnt im Sommer eine Lehrstelle und hat nun vom zukünftigen Chef eine Freundschaftsanfrage über Facebook erhalten. Die Lehrperson hat mich um meine Meinung gefragt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten. Man könnte z.B. Freundeslisten pflegen und den Chef zu der eingeschränkten Liste hinzufügen…

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Ich habe aber empfohlen, der Schülerin zu sagen, dass sie am besten das Gespräch mit dem zukünftigen Chef sucht und erklärt, dass sie gerne ihr Privatleben vom Berufsleben getrennt haben möchte. Es ist zu hoffen, dass der Chef das akzeptiert.

Was meint ihr? Würde mich über Kommentare freuen…

Technologiekritik

Bei Diskussionen an einem Weiterbildungs-Kurs habe ich festgestellt, dass viele Lehrpersonen eine grosse Ablehnung gegenüber neuen Technologien wie Facebook haben. Ich selber zähle mich auch eher zu den kritischen, wenn ich sehe, was alles über social-media Kanäle verbreitet wird und stelle mir Fragen zu Datenschutz etc. Trotzdem sehe ich auch die positiven Seiten und unabhängig davon auch, dass es einfach Realität bei unseren Jugendlichen ist – egal ob wir das gut finden oder nicht.

Um aufzuzeigen, dass diese Ablehnung gegenüber Neuem ein natürlicher Reflex ist, den man aber immer mal wieder hinterfragen sollte, möchte ich auf die “Standardsituationen der Technologiekritik” von Kathrin Passig verweisen.

In dieser Internetkolumne werden typische Reaktionen auf technische Neuerungen beschrieben. Ein Auszug:

Das erste, noch ganz reflexhafte Zusammenzucken ist das "What the hell is it good for?" (Argument eins), mit dem der IBM−Ingenieur Robert Lloyd 1968 den Mikroprozessor willkommen hieß.

"That’s an amazing invention", lobte US−Präsident Rutherford B. Hayes 1876 das Telefon, "but who would ever want to use one of them?"

"The horse is here to stay, but the automobile is only a novelty − a fad", wurde Henry Fords Anwalt Horace Rackham vom Präsidenten seiner Bank in der Frage beraten, ob er in die Ford Motor Company investieren solle.

"Täuschen Sie sich nicht, durch (das Maschinengewehr) wird sich absolut nichts ändern", wie der französische Generalstabschef im Jahr 1920 vor dem Parlament versicherte.

"Wir beeilen uns stark, einen magnetischen Telegraphen zwischen Maine und Texas zu konstruieren, aber Maine und Texas haben möglicherweise gar nichts Wichtiges miteinander zu besprechen", vermutete Henry David Thoreau 1854

"The bow is a simple weapon, firearms are very complicated things which get out of order in many ways", begründete Colonel Sir John Smyth 1591 vor dem englischen Privy Council, warum eine Umstellung von Bogen auf Musketen nicht ratsam sei.

Peter Härtling erläuterte 1994 im Marbacher Magazin: "Die Prosa eines mit dem PC arbeitenden Poeten zeichnet sich für Kenner wiederum dadurch aus, dass sie unmerklich die Furcht vor dem Absturz prägt."

Lehreroffice: Teilpunkte bei Prüfungen

Am 18. Februar wurde die Version 2012.1.1 von Lehreroffice veröffentlicht, die ein paar gute Verbesserungen einführt. Zum einen ist der Seitenaufbau bei den Druckausgaben wie dem Portfolio nun massiv schneller.

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Die zweite Neuerung auf die ich hier eingehen möchte, ist die Möglichkeit, die Aufgaben einer Prüfung einzeln zu erfassen und zu vergleichen. Somit kann z.B. überprüft werden, welche Aufgaben “schlecht” gelöst wurden oder welche Aufgaben gar nicht selektiv sind. Dazu kann man einfach auf die 3 Punkte neben dem Feld für die Punkte klicken und dann die Punkte pro Aufgabe eintippen (mit Enter kommt man zur nächsten Aufgabe, mit OK oder ctrl+enter schliesst man die Eingabe der Punkte ab).

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Wenn man nun ins Register “Druckausgabe” wechselt, kann man die neue Druckansicht “Teilaufgaben” auswählen und findet eine statistische Auswertung nach den einzelnen Aufgaben.

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Schulen ans Internet – wie weiter?

Seit 10 Jahren bietet die Swisscom den Schweizer Schulen einen kostenlosen Internetzugang. Wir haben erst spät auf das Angebot der Swisscom gewechselt – in der Anfangszeit gab es keine Möglichkeit, eigene Web-, Exchange- oder Remotedesktopserver zu betreiben.

Scheinbar ist aber nicht so klar, wie es weitergehen soll. Man kann also davon ausgehen, dass es kostenpflichtig werden wird…

… Wir denken über diverse Angebote nach, die auf die speziellen Anforderungen der Schule zugeschnitten sind. … Im März werden wir im Rahmen einer Arbeitstagung mit Vertretern der kantonalen Erziehungsdirektionen den Diskurs eröffnen, der diese Bedürfnisse zusammenfasst und beschreibt. Auf diesen Austausch freuen wir uns.

Hier geht’s zum Original.

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Schule heute ?

Es geht zwar um Deutschland und es geht um die Verkürzung der Gymnasialzeit. Aber vieles Grundsätzliches aus diesem Brief eines Vaters an seine 10-jährige Tochter trifft auch für die Schulen in der Schweiz zu.

Absolut lesenswert, wenn auch etwas länger. Zum Artikel.

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