Archiv der Kategorie: Deployment

Educanet2 WebWeaver Desktop

Educanet2 bietet mit dem WebWeaver Desktop ein Programm, um verschiedene Dinge komfortabler zu erledigen, als direkt auf der Webplattform. Wenn z.B. Schüler/-innen je ein Dokument in der Dateiablage einer Gruppe oder Klasse ablegen, ist es für die Lehrkraft ziemlich mühsam, diese über die Webplattform herunterzuladen, um sie zu kontrollieren.

Der WebWeaver Desktop kann als Portable Edition heruntergeladen werden. Da muss man nur die Zip-Datei herunterladen und an einen geeigneten Ort extrahieren. So kann auch ein Benutzer ohne Administratorrechte WebWeaver Desktop verwenden.

Ich habe mich dann doch dafür interessiert, wie man WebWeaver Desktop automatisch auf die Computer, die das wünschen, verteilen kann. Auf der Supportseite von Educanet2 wird empfohlen, WebWeaver Desktop in ein Netzwerkverzeichnis zu installieren und dann auf den Clients mit einem Parameter (/ConfigPath) zu starten. Dazu muss aber noch auf jedem Client die Security-Policy des .Net Frameworks angepasst werden. Dieses Vorgehen hat mir aber nicht wirklich gefallen, ich wollte viel lieber das Programm auf den Clients lokal installieren.

Also habe ich ein paar Tests in einer virtuellen Maschine gemacht und herausgefunden, dass die EXE Datei mit einem /silent gestartet bei der Installation nur noch die Fortschrittsanzeige anzeigt. Eine Anfrage an den Support hat dies bestätigt und auch noch den Switch /nostart erwähnt, der verhindert, dass WebWeaver Desktop automatisch nach der Installation gestartet wird. Durch weitere Tests habe ich dann noch herausgefunden, dass der Switch /verysilent auch funktioniert und auch die Fortschrittsanzeige ausblendet.

Wenn bereits eine ältere Version installiert ist und WebWeaver geöffnet ist, kann die neue Version nicht installiert werden und bricht mit einer Fehlermeldung “Zugriff verweigert” ab.

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Man muss also sicherstellen, dass das Programm zum Zeitpunkt des Upgrades geschlossen ist. Zusammen mit dem Wunsch die Desktopverknüpfung zu entfernen, ergibt sich dann folgendes Skript:

@echo off
REM Close WebWeaverDesktop before upgrade
taskkill /f /t /im WebWeaver.exe
start /wait %~dp0WebWeaverDesktopSetup.exe /verysilent /nostart
REM Remove destop shortcuts 4 win7
if exist "C:\Users\Public\Desktop\WebWeaver Desktop.lnk" del "C:\Users\Public\Desktop\WebWeaver Desktop.lnk"
REM Return exit code to sccm
exit /B %EXIT_CODE%

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Hier findet man eine kleine Anleitung, wie die Dateiablage über WebWeaver Desktop verwendet werden kann.

SCUP 2011 Zertifikat

SCUP steht für System Center Updates Publisher und dient dazu, Updates, die nicht von Microsoft stammen trotzdem mit der gleichen Methode wie diejenigen von Microsoft zu verteilen.

Ich habe bisher SCUP 4.5 verwendet. Scheinbar funktionieren die Updates von Adobe Reader aber mit dieser Version nicht mehr. Daher musste ich die Version SCUP 2011 installieren. Eine gute Anleitung zur Installation von SCUP 2011 findet sich hier. Nach erfolgreicher Installation (man muss noch weitere Pakete installieren auf die man aber während der Installation hingewiesen wird) ist es dann doch nicht gelungen, die Pakete zu “publishen”. Das Problem war, dass ich (wie vorgeschlagen) das Zertifikat für SCUP 4.5 weiterverwendet habe, was scheinbar nicht geht. Man muss ein neues Zertifikat generieren.

Dazu muss man “Configure WSUS and Signing Certificate” auswählen.

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Und dann bei “Signing Certificate” “Create” auswählen.

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Nun findet sich unter WSUS –> Zertifikate ein neues selbst erstelltes Zertifikat.

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Dieses muss man auf dem SCCM Server (bei mir ist das der gleiche Server) in “Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen” –> “Zertifikate” und in “Vertrauenswürdige Herausgeber” –> “Zertifikate” kopieren.

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Damit die Clients Updates aus dieser Quelle auch akzeptieren, muss das Zertifikat auch noch auf alle Clients verteilt werden. Dazu kann man es ohne privaten Schlüssel in eine CER-Datei exportieren und auf den Domänencontroller kopieren, auf dem man die Gruppenrichtlinien bearbeitet.

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Da kann man eine Gruppenrichtlinie erstellen und das Zertifikat unter “Computerkonfiguration” –> “Richtlinien” –> “Windows-Einstellungen” –> “Sicherheitseinstellungen” –> “Richtlinien für öffentliche Schlüssel” –> “Vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstellen” über einen Rechtsklick –> “Importieren…” hinzufügen.

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interTESS von Phywe

Unsere Natur- & Technik-Lehrpersonen auf der Oberstufe arbeiten mit TESS, dem Trainings- und Experimentiersystem für Schüler und Studenten von Phywe. Nun wurde an der Didacta noch die passende Software gekauft, die ich nun auf die gewünschen Computer verteilen soll.

InterTESS läuft auf Linux, MacOS und Windows. Zur Verteilung benötigt man nur den Ordner “interTESS_Windows”.

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Wenn man die Setupdatei mit dem Parameter /? startet, erhält man die verschiedenen Schalter, mit denen man die InstallShield Installation starten kann.

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Nach einer Installation mit dem folgenden Befehl gibt es aber doch noch einige Probleme.

Setup_interTESS.exe /S /v/qn

So muss man die Software nach der Installation zuerst mit dem Lizenzschlüssel aktivieren, dann kommt ein Hinweis wegen einer Registrierung und auf Deutsch muss man auch noch umstellen.

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Also habe ich beim Hersteller Phywe nachgefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, dies bereits beim Deployment einzustellen. Dies ist aber leider nicht möglich.

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Also versuchte ich, die Einstellungen mit Process Monitor zu verfolgen, um allenfalls Änderungen an Dateien oder in der Registry nachzuverfolgen, aber das hat mich auch nicht weitergebracht. Auch eine Installation mit einer alten wininstall Version und eine Bearbeitung des MSI’s mit Orca hat nicht funktioniert.

Am Schluss habe ich es mit Admin Studio von Flexera versucht und nun funktioniert es.

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Mit dieser Software kann man einen Snapshot des Computers vor der Installation erstellen, dann die Software installieren und am Schluss wieder einen Snapshot erstellen. Der Unterschied zwischen den beiden Snapshots wird dann so abgelegt, dass man ein MSI daraus erstellen lassen kann. Hier habe ich eine Anleitung zur Verwendung von Admin Studio erstellt.

Irfanview verteilen

Hinweis: Hier gibt es eine neue Anleitung für die Verteilung von Irfanview mit SCCM Current Branch.

Irfanview ist ein kleiner, schneller Bildbetrachter, mit dem man auch kleine einfache Korrekturen vornehmen kann. Ausserdem kann man damit mehrere Bilder auf einmal ändern (sogenannte Stapel- oder Batchverarbeitung). Ich habe mal für eine frühere Version eine Anleitung erstellt, die auch auf die Grundlagen von Bildern am Computer wie Speichergrösse, Dateiformate oder Auflösung eingeht.

Irfanview benötigt keine Installation, man kann einfach den Ordner mit den Programmdateien kopieren. Ausserdem könnte man Irfanview auch auf einem Server installieren und müsste dann nur eine Verknüpfung auf den Clients einrichten.
Diese beiden Wege sind meiner Meinung nach aber nicht optimal. Ich möchte das Programm lokal installieren und standardmässig alle Bildformate mit Irfanview statt mit der Windows-Fotoanzeige öffnen. Im Gegensatz zur Windows-Fotoanzeige kann man so einfach ein gescanntes oder aus dem Internet kopiertes Bild mit Irfanview zuschneiden, freistellen oder nur einen Bereich kopieren etc. ohne dazu ein zusätzliches Bildbearbeitungsprogramm zu benötigen.

Wenn man auf der Webseite von Irfanview unter FAQ’s nachsieht, findet man bei den letzten Einträgen die verschiedenen Möglichkeiten zur Verteilung von Irfanview. Man kann also unter “Download” –> “Other download sites (Mirrors)” die aktuelle deutsche Version als exe herunterladen. Ausserdem sollte man noch unter “Plugins” die Plugins als exe herunterladen.

Bei den FAQ’s sind die verschiedenen Startoptionen dokumentiert. Ausser den beiden exe’s kopiere ich noch folgende install.cmd in den gleichen Ordner:

@echo off
if exist „c:\programdata\microsoft\windows\start menu\programs\irfanview\“ rd /s /q „c:\programdata\microsoft\windows\start menu\programs\irfanview\“
%~dp0iview_setup.exe /silent /desktop=0 /thumbs=0 /group=1 /allusers=1 /assoc=1
%~dp0irfanview_plugins_setup.exe /silent
REM Return exit code to sccm
exit /B %EXIT_CODE%

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Wie man sehen kann, habe ich die Versionshinweise bei den Dateinamen entfernt (die Anleitung wurde bis zur Version 4.38g getestet). Dies hat den Vorteil, dass ich bei einem Wechsel auf eine neue Version nicht nochmals ein neues Softwarepaket in SCCM erstellen muss, sondern einfach den Verteilungspunkt aktualisieren kann.

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Wer keinen SCCM einsetzen kann und seine Software über Gruppenrichtlinien verteilt, kann das Skript auch ein wenig anpassen (nicht getestet):

@echo off
if exist c:\windows\irfanviewinstalled.log goto installed
\\serverfreigabe\
iview_setup.exe /silent /desktop=0 /thumbs=0 /group=1 /allusers=1 /assoc=1
\\serverfreigabe\irfanview_plugins_setup.exe /silent
echo %computername%>>c:\windows\irfanviewinstalled.log
:installed

Viel Erfolg!

Nachtrag

Wenn man eine neue Version über eine alte installiert, funktioniert alles problemlos ausser, dass es nun im Startmenü zwei Einträge für Irfanview hat (die beide die neue Version starten). Dies kann man beheben, indem man vorgängig die Verknüpfung löscht. Weil ich nicht bei jeder neuen Version das Skript anpassen möchte, lösche ich gleich das ganze Menü:

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Alte Version von Adobe Reader deinstalliern

Bei der automatischen Verteilung von Adobe Reader XI wurde die alte Version 10.1.4 nicht entfernt.

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Durch eine Suche in der Registry nach dem Namen “Adobe Reader” findet man schnell den “product code”, in diesem Fall {AC76BA86-7AD7-1031-7B44-AA1000000001}

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Nun kann man die alte Version also mit folgendem Befehl deinstallieren.

msiexec /x {AC76BA86-7AD7-1031-7B44-AA1000000001} /qn

Wenn man möchte, dass ein geöffnetes Adobe Reader Programm der Deinstallation in den Weg kommt, kann man Adobe Reader vor der Deinstallation schliessen:

taskkill /f /t /im AcroRd32.exe

Besser wär’s natürlich gewesen, die Deinstallation ins Skript mit der Neuinstallation zu übernehmen, aber es funktioniert auch danach mit einer neuen Verteilung.

Adobe Reader 11 verteilen

Nun hat Adobe auch den Customization Wizard für die Version 11 nachgeliefert, damit man die Installation vor der Verteilung anpassen kann.

Wenn man Adobe Reader im Netzwerk verteilen möchte, kann man bei Adobe um eine entsprechende Lizenz ansuchen und bekommt danach einen Link mit den entsprechenden Versionen, die man dann herunterladen kann.

Neu stellt Adobe auch direkt ein MSI auf ihren FTP-Servern zur Verfügung. Dieses konnte ich jedoch nicht mit dem Customization Wizard anpassen. Daher verwende ich weiter den Weg wie bei der alten Version. Mit folgendem Befehl kann man ein MSI aus der EXE Datei extrahieren:

AdbeRdr11001_de_DE.exe -sfx_ne -sfx_o“<somepath> \extract

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Damit erhält man folgende Dateien:

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Mit dem Customization Wizard nehme ich jeweils in einer virtuellen Maschine folgende Anpassungen vor:

Personalization Options: EULA Option –> Suppress display of End User License Agreement (EULA)
Installation Options: Run Installation: –> Silently; Suppress reboot
Shortcuts: Desktop –> Remove
Online and …: diverses (siehe Bild)

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Am Schluss kann man unter “Transform” –> “Generate Transform…” z.B. als acroread.mst speichern.

Nun würde sich die neue Version einfach verteilen lassen:
msiexec /i acroread.msi TRANSFORMS=acroread.mst

So wird aber nur die Grundinstallation (z.B. 11.0) installiert, aber nicht die Updatedate (AdbeRdrUpd11010.msp), die z.B. für die Version 11.0.10 installiert werden muss. Da wir neben dem “grossen” Netzwerk auch noch das Sekretariatsnetzwerk ohne SCCM haben, kann ich nicht nur den einfachen Weg über SCUP und SCCM nehmen (siehe auch diesen Beitrag ganz unten bei “Verteilung mit SCCM”). Also erstelle ich eine administrative Installation (siehe “6.7.3 Creating an AIP” in der Dokumentation).

msiexec /a AcroRead.msi

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Nun kopiere ich die Updatedatei und die MST-Datei in den neu erstellten AIP Ordner.

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Auf der Kommandozeile wechselt man nun in dieses neue Verzeichnis und integriert nun noch das Update:

msiexec /a AcroRead.msi /p AdbeRdrUpd11001.msp

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Nun kann man den ganzen Ordnerinhalt von aip auf den Server kopieren und über die Gruppenrichtlinien oder über die Befehlszeile mit SCCM installieren:
msiexec /i acroread.msi TRANSFORMS=acroread.mst

Bei einer neuen Version muss aber zuerst die alte deinstalliert werden. Dies sieht dann in einem Skript für SCCM beispielsweise so aus:

taskkill /im acrord32.exe /t /f
start /wait msiexec /x {AC76BA86-7AD7-1031-7B44-AB0000000001} /qn
cd %~dp0
msiexec /i AcroRead.msi TRANSFORMS=acroread.mst /qn
REM Return exit code to sccm
exit /B %EXIT_CODE%

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