Archiv der Kategorie: ICT

Educanet2 Überblick

Wir setzen bisher Educanet2 kaum ein. Für die Kursunterlagen zu einem ECDL Online Kurs musste ich aber Accounts für alle unsere Schüler/-innen anlegen. Nun geht es darum, den Lehrkräfte in einer freiwilligen Weiterbildung die vielen weiteren Möglichkeiten von Educanet2 aufzuzeigen. Dazu musste ich mir selber mal einen Überblick verschaffen.

Die Schüler/-innen werden in Klassen oder in Gruppen organisiert.

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Die Oberfläche wird in die verschiedenen Bereiche “Privat”, “Institution”, “Community” und “Bibliothek” eingeteilt. 

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Je nach Bereich hat es verschiedene Werkzeuge. Einzelne davon kommen nur in einem Bereich vor (z.B. kommt der “Mailservice” nur im Bereich “Privat” vor).

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Andere Werkzeuge kommen an verschiedenen Orten vor. So kommt z.B. die Dateiablage oder die Courselets sowohl im Bereich “Privat” wie auch bei den Gruppen oder Klassen im Bereich “Institution” vor. Man muss also jederzeit wissen, “wo” man sich befindet. Die einzelnen Gruppen und Klassen findet man, indem man diese im Bereich “Institution” auswählt.

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openhpi

Als MOOC (Massive Open Online Course) werden meist kostenlose, frei zugängliche Onlinekurse mit sehr vielen Teilnehmern bezeichnet (siehe Wikipedia).

Das Hasso Plattner Institut ist ein An-Institut der Universität Potsdam und betreibt seit September 2012 die E-Learning Plattform open HPI. Für den Kurs “Internetworking mit TCP/IP” haben sich knapp 10’000 Teilnehmer angemeldet, einer davon war ich. Hier gibt’s einen Bericht von Focus.

Wie ist das Internet aufgebaut, Routingverfahren wie Distanzvektor Routing oder OSPF, Netzwerkberechnungen mit IPv4 und IPv6, TCP und UDP als Protokolle der Transportschicht, Netzwerkanalyse mit Wireshark, Protokolle der Anwendungsschicht wie DNS oder SMTP und noch vieles mehr wurde einem in diesen 6 Wochen vermittelt.

Jede Woche gab es aufgezeichnete “Vorlesungen” von Prof. Dr. Meinel. Ausserdem konnte man die Folien und auch noch weiteres vertiefendes Lesematerial herunterladen. Meistens gab es noch ein Tutorial zu einem ausgewählten Thema und zwischen den Vorlesungsvideos noch diverse Selbsttests. In einem Forum konnte man Fragen stellen oder bei der Beantwortung mithelfen. Die engagierten Mitarbeiter des Instituts haben auch im Forum schnell und engagiert Hilfe angeboten. Am Ende einer Woche musste man eine Hausaufgabe als Prüfung durchführen. Das Resultat dieser Hausaufgaben-Prüfungen zählte am Schluss zum Total. Nach den 6 Wochen kam dann der grosse Tag mit der zweistündigen Abschlussprüfung…

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Forefront Endpoint Protection Reporting

Wir setzen an unserer Schule Forefront Endpoint Protection (FEP) als Virenschutzlösung ein. Dies nicht, weil ich der Ansicht bin, dass es die beste Antivirenlösung auf dem Markt ist, sondern weil der FEP-Client beim School Agreement von Microsoft bereits enthalten ist und wir uns so das Geld für eine andere Antivirenlösung sparen können.

Verwalten lässt sich FEP aber nur über SCCM (System Center Configuration Manager). Da aber SCCM auch viele Vorteile bei der Verteilung von Software und Betriebssystemimages bietet, ist das für eine grössere Schule mit Schweizer School Agreement eine empfehlenswerte Kombination, vor allem, weil die Kombination aus SCCM und FEP sogar bedeutend günstiger ist, als es unsere alte Antivirenlösung war.

Nun ist aber ein “worst case” eingetroffen. Ich habe keine Meldung mehr erhalten, dass ein Virenbefall abgewehrt wurde und auch in den Berichten standen 0 infizierte/gesäuberte Systeme. Daher bin ich davon ausgegangen, dass der Virenschutz problemlos funktioniert. Dank einem Hinweis unseres ISP’s bin ich auf einen Computer aufmerksam geworden, der mit dem Zeus-Trojaner infiziert wurde. FEP hat den Trojaner erkannt und in die Quarantäne verschoben, hat also seine Hauptarbeit erledigt, ABER hat mir keine Meldung zukommen lassen, damit ich über diesen Vorfall informiert gewesen wäre.

Damit FEP seine Meldungen an SCCM melden kann, muss der “Client-Agent für die Verwaltung gewünschter Konfigurationen” aktiviert sein.

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Der muss früher schon einmal aktiviert gewesen sein, aber ist wahrscheinlich durch ein Layer-8 Problem meinerseits mal deaktiviert worden Trauriges Smiley.

Gemäss einem Test mit EICAR funktioniert nun auch das Reporting wieder. EICAR ist eine Datei, die zu Testzwecken von allen Antivirenprodukten als Virus erkannt wird. Man muss nur die Zeichenfolge
X5O!P%@AP[4\PZX54(P^)7CC)7}$EICAR-STANDARD-ANTIVIRUS-TEST-FILE!$H+H*
in einem Texteditor als ausführbare COM Datei abspeichern, damit das Antivirenprogramm reagiert.

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Danach bekommt man wie gewünscht eine Mail an die konfigurierte Adresse mit den Angaben zur gefundenen Malware und den ausgeführten Aktionen.

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Werde mir also in Zukunft angewöhnen, in einem festen Zeitintervall so eine EICAR-Testdatei auszuführen, um sicherzustellen, dass das Reporting auch wirklich funktioniert.

Zeus Trojaner

Shadowserver ist eine Seite, die verschiedene Honeypots betreibt, um festzustellen, welche Malware im Umlauf ist und von welchen Clients aus, diese aufgerufen wird. Die Swisscom als ISP hat sich bei Shadowserver angemeldet, um informiert zu werden, wenn ein Kunde von ihnen in so einen Honeypot tritt.

Das Computer Security and Incident Response Team (CSIRT) von Swisscom überwacht verschiedene Informationsquellen im Zusammenhang mit der Computersicherheit. Eine dieser Quellen ist Shadowserver (http://www.shadowserver.org). Über Shadowserver haben wir erfahren, dass eine Adresse aus Ihrem IP-Bereich versucht hat, einen Virus zu verbreiten oder die Verbindung zu einem Botnet-Command-and-Control-Server herzustellen.
Dies deutet mit hoher Wahrscheinlichkeit darauf hin, dass ein oder mehrere Rechner in Ihrem Unternehmen mit einem Virus, Wurm oder Trojaner („Malware“) infiziert sind.

Ich habe nun die entsprechende “Target Address” erhalten, die über unser Netzwerk aufgerufen wurde.

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Dies kann man nun über die Logs der Firewall überprüfen. Meine Überprüfung hat dann gezeigt, dass tatsächlich ein Computer an diesem Tag die entsprechende IP aufgerufen hat. Dazu habe notepad++ benutzt, mit dem man gerade alle Treffer einer Suche auf einmal anzeigen lassen kann.

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Den Namen des betroffenen Computers kann man schnell herausfinden, indem man ein nslookup “IP-Adresse” in der Eingabeaufforderung eintippt. 

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Um aber sicherzugehen, dass am betroffenen Tag auch dieser Computer diese IP hatte, muss man noch auf dem DHCP Server anhand der Leasedauer überprüfen, ob der betroffene Computer auch an dem betroffenen Tag diese IP hatte. Dies war bei mir der Fall, also war der Computer identifiziert.

Nun eine Recherche zu Zeus. Da gibt es viele Beschreibungen, wie man überprüfen kann, ob man infiziert ist, oder wie man den Trojaner wieder wegbringt. Unter anderem gibt es von Microsoft ein Tool, das ich heruntergeladen und ausgeführt habe. Dieses hat aber keine Infektion gefunden.

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Eine weitere Recherche hat dann gezeigt, dass nichts gefunden werden konnte, weil sich der Trojaner bereits in Quarantäne befunden hat.

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Trotzdem handelt es ich um ein einmal infiziertes System und die vielen Internetressourcen deuten darauf hin, dass man nicht sicher sein kann, dass alles entfernt wurde (siehe für Informationen zu Zeus auch http://en.wikipedia.org/wiki/Zeus_(Trojan_horse))

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Daher habe ich mich nun entschlossen, den betroffenen Computer neu aufzusetzen.

Swisscom Schulen ans Internet

Die Swisscom bietet den Schulen der Schweiz einen Internetzugang an. Dieser ist bisher gratis, was einer riesigen Investition in die Schulen gleichkommt. Vielen Dank dafür.

Wir haben unsere Firewall gewechselt und nun funktioniert der Zugang ins Internet nur noch schlecht. Scheinbar hat der Swisscom Proxy Probleme mit schnelleren/neueren Firewalls. Zumindest ist das gemäss Kantonswebseite auch ein Problem mit anderen Firewalls.

Die neuste Serie von Zyxel Firewalls (USG) ist nicht mit den Swisscom-Routern (Cisco) für Schulen ans Internet kompatibel. Das Problem zeigt sich in einer äusserst verlangsamten effektiven Internetgeschwindigkeit.

Die Swisscom stellt sich gemäss Auskunft auf den Standpunkt, dass nach ihrem Konzept nicht vorgesehen ist, dass die Schulen eine eigene Firewall einsetzen, weil sie ja hinter der Firewall des Kantons stehen. Damit wäre man ja gegenüber dem Internet geschützt, aber nicht gegenüber anderen Schulen. Ausserdem hätten wir gar nicht so viele IP Adressen zur Verfügung wie wir benötigen würden (wir haben 350 Computer und weitere Geräte wie Drucker, Kopierer, … im Einsatz). Komisches, nicht fertig gedachtes Konzept der Swisscom also.

Auch wenn ich sehr zu schätzen weiss, dass die Swisscom den Internetzugang bisher gratis angeboten hat (wenn man eine Leistungssteigerung möchte, muss man in Zukunft auch (massiv) mehr bezahlen) bin ich im Moment am studieren, ob wir wieder zurück auf unseren Kabelnetzanbieter wechseln sollen.

Im Moment empfehle ich allen grösseren Schulen, die eine neue leistungsfähige Firewall einsetzen möchten, dies genau zu testen und abzuklären (oder einen anderen ISP als die Swisscom zu verwenden). Am wenigsten Probleme gibt es scheinbar mit kleineren Firewalls aus dem SOHO Segment.

interTESS von Phywe

Unsere Natur- & Technik-Lehrpersonen auf der Oberstufe arbeiten mit TESS, dem Trainings- und Experimentiersystem für Schüler und Studenten von Phywe. Nun wurde an der Didacta noch die passende Software gekauft, die ich nun auf die gewünschen Computer verteilen soll.

InterTESS läuft auf Linux, MacOS und Windows. Zur Verteilung benötigt man nur den Ordner “interTESS_Windows”.

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Wenn man die Setupdatei mit dem Parameter /? startet, erhält man die verschiedenen Schalter, mit denen man die InstallShield Installation starten kann.

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Nach einer Installation mit dem folgenden Befehl gibt es aber doch noch einige Probleme.

Setup_interTESS.exe /S /v/qn

So muss man die Software nach der Installation zuerst mit dem Lizenzschlüssel aktivieren, dann kommt ein Hinweis wegen einer Registrierung und auf Deutsch muss man auch noch umstellen.

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Also habe ich beim Hersteller Phywe nachgefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, dies bereits beim Deployment einzustellen. Dies ist aber leider nicht möglich.

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Also versuchte ich, die Einstellungen mit Process Monitor zu verfolgen, um allenfalls Änderungen an Dateien oder in der Registry nachzuverfolgen, aber das hat mich auch nicht weitergebracht. Auch eine Installation mit einer alten wininstall Version und eine Bearbeitung des MSI’s mit Orca hat nicht funktioniert.

Am Schluss habe ich es mit Admin Studio von Flexera versucht und nun funktioniert es.

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Mit dieser Software kann man einen Snapshot des Computers vor der Installation erstellen, dann die Software installieren und am Schluss wieder einen Snapshot erstellen. Der Unterschied zwischen den beiden Snapshots wird dann so abgelegt, dass man ein MSI daraus erstellen lassen kann. Hier habe ich eine Anleitung zur Verwendung von Admin Studio erstellt.