Hyperlinks in Excel auf DFS-Freigaben

Scheinbar hat Excel ein Problem mit Hyperlinks zwischen verschiedenen DFS Freigaben. Auf unserem neuen Fileserver haben wir verschiedene DFS Freigaben, unter anderem ein persönliches Userhome und einen Lehreraustausch. Wenn man nun z.B. eine Exceldatei im Userhome erstellt und einen Hyperlink auf eine Datei im Lehreraustausch einfügt, funktioniert dieser Hyperlink nach dem Speichern nicht mehr.

Der eingefügte Hyperlink funktioniert, bis man die Datei speichert. Nach dem Speichern führt ein Klick auf den Hyperlink zu der Fehlermeldung:

“Die Adresse dieser Website ist unzulässig. Überprüfen Sie die Adresse und versuchen Sie es erneut.”

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Der Hyperlink wird in einen relativen Pfad umbenannt. “..\..\” bedeutet, dass man von der Datei zwei Ordnerebenen tiefer gehen muss und dann dort weitersuchen soll. Dies würde in diesem Fall sogar stimmen. Nur funktioniert es trotzdem nicht.

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Wenn die Exceldatei auf einem anderen Laufwerk liegt, wird die Verknüpfung absolut und nicht relativ erstellt und es funktioniert problemlos. Auch funktioniert ein Link auf der DFS-Freigabe innerhalb von Word. Das Problem tritt also wirklich nur in Excel auf.

Man kann aber erzwingen, dass Excel in dem Fall absolute Pfade verwendet. Bei den Dokumenteigenschaften (Datei –> Informationen –> Alle Eigenschaften anzeigen) gibt es eine Eigenschaft “Hyperlinkbasis”.

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Wenn dort nichts eingetragen ist (es steht “Text hinzufügen”), nimmt Excel den Speicherplatz als Hyperlinkbasis und erstellt relative Pfade.

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Sobald man hier etwas einträgt (z.B. C:\ oder eine Netzwerkfreigabe) werden die Hyperlinks absolut eingetragen und die Links funktionieren.

ProFTPd installieren

Wir betreiben unseren Webserver immer noch bei uns. Nun lassen wir aber extern eine neue Homepage programmieren. Der Programmierer benötigt nun einen FTP Zugang, um Dateien von extern hochzuladen. So musste ich also einen FTP Zugang einrichten, der danach wieder gelöscht werden kann.

Eine kurze Recherche hat ergeben, dass hauptsächlich vsftpd und ProFTPd empfohlen werden. Ich habe mich dann für ProFTPd entschieden, weil dieser auch über die grafische Oberfläche Webmin konfiguriert werden kann.

ProFTPd kann man direkt in Webmin installieren, indem man “Nicht benutzte Module” auswählt.

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Es geht ja in meinem Fall nur um einen zeitlich begrenzten Zugriff über FTP von einem Benutzer. Daher habe ich mich da auch nicht tief eingearbeitet, eine “quick & dirty” Lösung genügt ja in dem Fall. Ein Minimum an Sicherheit kann man trotzdem erreichen, indem man das Verzeichnis, in das man per FTP gelangt, festgelegt wird.

Dazu kann man unter “Dateien und Verzeichnisse” das Verzeichnis für alle Benutzer auf das Entwicklungsverzeichnis für die neue Webseite festlegen.

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Nun muss man noch einen neuen Benutzer erstellen. Das Stammverzeichnis habe ich auf das Verzeichnis für die Entwicklung der Webseite festgelegt. Die primäre Gruppe wurde auf www-data abgeändert, damit die Dateien dann auch über Apache ausgeliefert werden können.

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So kann man Dateien hochladen und löschen, aber keine bereits bestehenden ersetzen. In dem Fall gibt es einen Fehler 550. Um das auch noch zu beheben, kann man den neu erstellten User als www-data auftreten lassen.

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Nun muss man den Server noch veröffentlichen. Dazu erstellt man eine DNAT Regel für FTP.

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Da ich die Firewall Regeln lieber selber erstelle, habe ich das Häklein bei “Automatic Firewall rule” nicht gesetzt. Dann muss man aber eine eigene Regel erstellen. Da wir den Zugang ja nur für die Firma einrichten müssen, die unsere neue Webseite programmiert, kann man unter Sources den Zugriff auf die verwendete IP einschränken, was nochmals einen deutlichen Sicherheitsgewinn bedeutet.

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VLC Media Player verteilen

Nachtrag: Neu verteile ich das MSI vom VLC Media Player.

Diese Anleitung ist zwar schon älter, funktioniert aber bis und mit Version 3.0.3. Ganz unten stehen Bemerkungen zu den einzelnen Versionen.

Bisher haben wir den Mediaplayer benutzt, um Filme abzuspielen. Diesen habe ich auch um weitere Codecs erweitert, damit man möglichst viel abspielen kann.

Trotzdem hat sich gezeigt, dass damit nicht alles gelöst werden kann und so wollte ich den VLC Player verteilen. Obwohl es sich dabei um eine weitere Software handelt, die man regelmässig aktuell halten muss, da sie mit dem Internet kommuniziert und damit über allfällige Sicherheitslücken Malware auf ein System kommen könnte.

Eine Möglichkeit wäre, VLC mit Silent-Parametern zu installieren, dann gibt es aber auch eine Desktopverknüpfung und eine Abfrage beim ersten Start.

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Ausserdem scheint gemäss Internet dann ein Upgrade auf eine neue Version nicht zu funktionieren. Mit dem Silentparamter /S wird die Abfrage unterdrückt, ob die alte Version erneuert werden soll und so bleibt die Installation stehen. Dies habe ich aber nicht selber überprüft.

Besser schienen mir da die verschiedenen Anleitungen, die das Installationsprogramm anpassen, bevor es verteilt wird.

Um die Installation anzupassen, muss man NSIS (nullsoft scriptable install system) herunterladen und installieren.

Das entsprechende NSIS Script, um die Installation anzupassen, ist nicht in allen Versionen vom VLC Player enthalten. Am besten verwendet man die 7z Version vom FTP Server.

Nun kann man die Datei “vlc.win32.nsi” mit einem Editor öffnen (z.B. mit Notepad++) und anpassen.

Standardsprache
Hier muss man Deutsch ausschneiden und vor dem ersten Eintrag wieder einfügen. Der erste Eintrag unter “Language files” wird zur Standardsprache.

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Verknüpfungen
Da deaktiviere ich alle Verknüpfungen, ausser derjenigen im Startmenü, die das Programm startet. Dazu kann man die Zeilen einfach mit einem führenden Semikolon auskommentieren.

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Fragen beim Start
Damit die Fragen beim Start (Bild ganz oben) nicht kommen, kann man die verbleibende Verknüpfung um folgenden Eintrag ergänzen:


--no-qt-privacy-ask --no-qt-updates-notif

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Fehler beheben
Leider ist im Skript ein Fehler, den man noch beheben muss. Die folgenden Zeilen haben einen falschen Schrägstrich. Statt einem normalen Slash muss ein Backslash gesetzt werden.

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Wenn man diesen Fehler nicht behebt, bekommt man folgende Fehlermeldung.

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Am Schluss kann man die Datei speichern und schliessen. Um ein angepasstes Setup zu erhalten kann man einen Rechtsklick auf “vlc-win32.nsi” machen und “Compile NSIS Script” auswählen.

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In NSIS wird angegeben, wohin die neu erstellte EXE-Datei gespeichert wird (in dieser Version im gleichen Verzeichnis, wie der entpackte Ordner).

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Ich ändere jeweils noch den Namen von vlc-2.1.3-win32.exe auf vlc-aktuell.exe, damit die Version nicht im Namen steht. So kann man mit SCCM später einfach die Datei ersetzen und die Verteilung erneut auslösen lassen.

Diese angepasste Version kann man nun mit dem Silentparameter /S verteilen:

vlc-aktuell.exe /S

Nachtrag
Bei der Version 2.1.5 war das NSIS Skript leider auch bei der 7z Version vom FTP Server nicht dabei. Daher habe ich die Version 2.1.3 heruntergeladen, bei der es noch dabei war. Man kann dann folgende Dateien resp. Verzeichnisse in den Ordner mit der neuen Version kopieren:

  • Verzeichnis helpers
  • Verzeichnis languages
  • Verzeichnis NSIS
  • spad.nsi
  • spad-setup.exe
  • vlc-win32.nsi

Da auf diesem Weg ein altes NSIS Skript verwendet wird, muss man zusätzlich zu den oben beschriebenen Änderungen noch die Versionsnummer anpassen.

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Nachtrag 2
Perfekt. Bei der Version 2.2.0 ist das NSIS Skript wieder dabei…

Nachtrag 3
Bei der Version 2.2.6 ist das NSIS Skript wieder nicht mehr dabei. Daher habe ich wieder von 2.2.4 die im Nachtrag (1) beschriebenen Dateien und Ordner kopiert und entsprechend angepasst. Zusätzlich musste ich dieses Mal noch die 3 Manifest Dateien

  • axvlc.dll.manifest
  • npvlc.dll.manifest
  • vlc.exe.manifest

in den 2.2.6 Ordner kopieren.

Nachtrag 4 (Version 3.0.0)
Bei der Version 3.0.0 ist das NSIS Skript auch nicht dabei. Man bekommt die Daten z.B. aus der Version 2.2.5.1 und kann der Anleitung bis und mit Nachtrag (1) folgen. Die Dateien aus Nachtrag 3 werden nicht benötigt.

Zeit Online: Erziehung zur digitalen Mündigkeit

Zeit online stellt sich die Frage, was 50 Jahre nach der Einführung der Programmiersprache BASIC das Mindestmass von Computerkompetenz ist.

Beat Döbeli bringt es auf den Punkt:

“Zu wissen, wie Computer programmiert werden, gehört heute schlicht zur Allgemeinbildung. So wie man in der Schule ins Chemielabor geht – und eben nicht nur Bücher darüber liest oder Filme schaut – und trotzdem nicht zum Chemiker wird, genauso sollte man heute auch selbst mal programmiert haben." Im Alltag müsse man heute nicht programmieren können, "aber um die heutige Welt zu verstehen".

Link zum Artikel.

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Sicherheitswarnung beim Kopieren innerhalb DFS Serverfreigaben

Für unseren neuen Fileserver habe ich DFS (Distributed File Services) verwendet. Dies verlangte aber noch ein paar Anpassungen. Wie man verhindert, dass dann bereits gespeicherte Officedokumente in der geschützten Ansicht geöffnet werden, habe ich hier beschrieben.

Nun wurde mir gemeldet, dass beim Kopieren von einer Datei innerhalb einer Freigabe auf dem Fileserver eine Sicherheitswarnung angezeigt wird.

Durch diese Dateien entstehen möglicherweise Risiken für den Computer.

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Am Besten fügt man die Adresse des DFS Shares (domäne.tld) mit einer Gruppenrichtlinie zur Intranetzone hinzu. Unter Computerkonfiguration –> Administrative Vorlagen –> Windows-Komponenten –> Internet Explorer –> Internetsystemsteuerung –> Sicherheitsseite muss man “Liste der Site zu Zonenzuweisungen” aktivieren. Durch einen Klick auf “Anzeigen…” kann man die gewünschten Adressen eingeben zusammen mit einer Zahl, wobei die 1 für Intranet steht.

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Hier habe ich domäne.tld und \\domäne.tld eingetragen.

Wenn man an der gleichen Stelle noch den Unterordner Intranetzone öffnet, kann man gerade auch noch “Programme und unsichere Dateien starten”  aktivieren.

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Nun können Dateien wieder ohne Sicherheitshinweis auf den Freigaben kopiert werden.

Umfrage zu Einsatz von mobilen Geräten

An unserer Schule gibt es eine Arbeitgruppe mobile Geräte, die dem Schulrat eine Empfehlung bis zum Budget 2016 für ein weiteres Vorgehen abgeben soll.

Um alle Lehrpersonen auf den gleichen Stand zu heben, haben wir Beat Döbeli als externen Referenten eingeladen. In seinem Vortrag ist er gerade auch auf die Fragen eingegangen, die als Vorbereitung für den Anlass erarbeitet wurden. Mit dem Wissen dieses Vortrags gab es nun eine Umfrage bei den Lehrpersonen, um abzuklären, wie sie das weitere Vorgehen sehen.

Es handelt sich bei den über 100 Lehrkräften, die eine Antwort abgegeben haben um Lehrkräfte vom Kindergarten bis zur Oberstufe. Wichtig für uns als Arbeitsgruppe sind vor allem folgende Rückmeldungen.

  1. Es gibt eine grosse Mehrheit, die mobile Geräte im Unterricht einsetzen möchte. Wir dürfen uns aber etwas Zeit lassen.
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  2. Ab der 5./6.Klasse wird die Lösung BYOD (Schüler bringen ihre privaten Geräte mit) deutlich favorisiert. In den unteren Stufen sieht man eher einen Gerätepool, der ausgeliehen werden kann.
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Die gesamten Resultate (ohne die persönlichen Rückmeldungen in Freifeldern) kann man hier herunterladen.

Die Arbeitsgruppe hat die Resultate der Umfrage den Lehrpersonen wieder zurückgemeldet. Im Moment gibt es noch kein Budget für Geräte. Wir haben aber ein vom internen Netzwerk getrenntes Wlan, über das heute schon mit eigenen Geräten gearbeitet werden kann. Wenn plötzlich alle 600 Schüler/-innen regelmässig mit eigenen Geräten arbeiten, benötigen wir sicherlich Anpassungen am Netzwerk (vgl. auch technische Überlegungen).

Die Arbeitsgruppe erarbeitet im Moment Unterlagen für Lehrkräfte, die im neuen Schuljahr mit Schülergeräten arbeiten und dies an einem Elternabend ankünden wollen. Im Moment ist es zwar noch so, dass die Schule keine Geräte zahlen kann, im schlimmsten Fall müssten halt Aufträge gefunden werden, die auch zu zweit an einem Gerät durchgeführt werden können. Erfahrungen aus anderen Gemeinden zeigen aber auf, dass es auch möglich ist, dass alle ein privates Gerät mitbringen. Gemäss einem Gespräch mit dem Verfasser dieses Blogs haben bei ihnen Schüler/-innen anderen Schüler/-innen ausgeholfen, indem sie noch Smartphones organisiert haben, die nicht mehr gebraucht werden.

Neben den Unterlagen für die Eltern wird die Arbeitsgruppe in Abständen von etwa 2 Monaten die Lehrkräfte darüber informieren, was sich bereits in anderen Klassen tut und dabei soll auch immer eine oder mehrere kleine Ideen für den eigenen Unterricht mitgeliefert werden. Idealerweise lassen sich immer mehr Lehrpersonen anstecken, die vorhandenen Geräte der Schüler/-innen im Unterricht einzubauen. Aus diesen gesammelten Erfahrungen wird die Arbeitsgruppe in einem Jahr dann schauen, wie es weitergehen könnte, damit dem Schulrat auf Budget 2016 wirklich eine fundierte Empfehlung abgegeben werden kann.

Vorratsdatenspeicherung visualisiert

In der Schweiz soll die Vorratsdatenspeicherung von sechs auf zwölf Monate verdoppelt werden. Nationalrat Balthasar Glättli hat seine Verbindungsdaten (ohne Gesprächsinhalte sondern nur sogenannte Randdaten) für Januar bis Juli 2013 zur Verfügung gestellt.

Homepage von Balthasar Glättli mit weiteren Informationen
Artikel in Schweiz am Sonntag
Watson-Serie
Artikel auf inside-it
Visualisierung und weitere Fakten und Statistiken

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social media oder Wenn es viral wird

Dank den neuen Medien (social media) kann man zu einem riesigen Publikum kommen und damit auch richtig Geld verdienen. So wurden z.B. einige Filme der Kampagne von Dove (z.B. Evolution) viral, “Real Beauty Sketches” sogar der bisher am meisten gesehene Werbefilm aller Zeiten.

Die Kraft dieser “viralen” Verteilung wird hier schön gezeigt:

Weitere Informationen zum Film von Laurent Donnier finden sich hier.

Die ganze Kraft kann aber auch nach hinten losgehen, wie New Yorks Polizei gerade im Moment feststellen muss. Gemäss einem Artikel des Tagesanzeigers forderte die Polizei von New York die Öffentlichkeit auf, ein Bild von sich selber und einem Mitarbeiter des NYPD auf Twitter zu veröffentlichen. Das ganze geht jetzt aber nach hinten los, viele twittern Bilder in dieser Art:

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