Archiv der Kategorie: ICT

Java verteilen

Um Java (aktuell Version 8 Update 201)  zu verteilen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder verteilt man ein MSI Paket oder die EXE-Datei als silent (unattended) Installation.

Das Problem bei Java ist die Autoupdate Funktion. Sobald eine neue Version erscheint, bekommen die User eine Meldung, können als Standardbenutzer aber das Update nicht installieren.

Daher verteile ich die neue Version als angepasstes MSI. Um die MSI Datei zu erhalten, wählt man auf der Download Seite links aussen „Alle Java Downloads„. Hier kann man nun die Windows Offline Datei herunterladen (32bit für den 32bit Internet Explorer). Wenn man mit der Installation beginnt, aber NICHT auf Installieren klickt, kann man unter C:\Users\“benutzername“\AppData\LocalLow\Oracle\Java\“jre-Versionsnummer“ die entpackte MSI Datei wegkopieren und danach die Installation abbrechen.

Um ein passendes MSI zu erstellen, verwende ich Orca von Microsoft, das in den Windows Installer Development Tools enthalten ist. Leider muss man für das kleine Orca die ganzen Tools (1GB) herunterladen. Danach kann man die ISO Datei auf eine DVD brennen oder z.B. mit 7Zip in einen Ordner extrahieren. Im Ordner \setup\WinSDKTools kann man die Datei cab1 mit einem Doppelklick öffnen und dann die Datei WinSDK_Orca_MSI…… Extrahieren. Sobald man diese Datei mit dem Dateinamen .msi ergänzt, kann man Orca per Doppelklick installieren.

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Nun ändert man mit Orca unter Property die Eigenschaften:

AUTOUPDATECHECK: 0
JAVAUPDATE: 0
EULA: 1 (nicht mehr vorhanden bei Versionen > 8.)
IEXPLORER: 1 (nicht mehr vorhanden bei Versionen >8.)

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Nun kann man das MSI speichern und z.B. über die Gruppenrichtlinien verteilen….

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…oder über SCCM mit …

msiexec /i jre.msi

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Ich habe das Java MSI auf jre.msi umgetauft (ohne Versionsangabe). Somit kann man einfach die neueste Version über die alte kopieren, den Distributionpoint aktualisieren und das Programm erneut zuweisen. Dies ist viel schneller, als wenn man jedes Mal ein neues Paket erstellen muss.

Java lässt sich auf diesem Wege nicht installieren, wenn der Internet Explorer zum Installationszeitpunkt geöffnet ist. Dies ist bei der Installation über die Gruppenrichtlinien kein Problem, weil vor der Anmeldung eines Benutzers der IE nicht geöffnet sein kann…

Man könnte nun den IE vor der Java Installation über einen taskkill Befehl schliessen, was nicht die ganz feine Art ist. Die Installation über WOL in der Nacht durchzuführen kommt bei so vielen Laptops, die in der Nacht nicht am Netz hängen, auch nicht in Frage. Daher verwende ich die Bedingung “Nur wenn kein Benutzer angemeldet ist”.

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Viel Erfolg!

Nachtrag
Bei der letzten Version hatte ich Probleme mit diversen Computern, die danach zwar angezeigt hatten, dass sie die neue Version installiert hätten, diese war aber nicht in einem funktionsfähigen Zustand. Allenfalls kommt das zustande, wenn sich jemand anmeldet, während die Software installiert wird.

Ich habe mich nun entschieden, auf die Bedingung “Nur wenn kein Benutzer angemeldet ist” zu verzichten und den IE vor der Installation halt doch zu schliessen. Nicht ganz die feine Art, ich weiss…

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Dropbox im Netzwerk???

Wir haben in jedem Schulhaus einen Supporter, der lokale Administratorenrechte auf den Computern hat und nach eigenem Ermessen auch zusätzliche Software auf den Computern der Lehrkräfte installieren darf. Nun wurde ich angefragt, ob man für die Lehrkräfte den Dropbox Client installieren dürfe.

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Dropbox ist ein Speicherplatz im Internet, auf den ich mit diversen Computern und mobilen Clients zugreifen kann, um auf diese Daten von überall her zuzugreifen. Grundsätzlich sind die Daten also bei einer Firma, auf die wir keinen Einfluss haben. Ausserdem hatten sie in der Vergangenheit auch schon Probleme mit der Sicherheit. Daher empfehle ich, nur verschlüsselte oder nicht sensitive Daten einem solchen Dienst anzuvertrauen. Ausserdem erweitert grundsätzlich jede Software, die mit dem Internet kommuniziert, die Möglichkeit für einen Angriff mit Malware.

Bei uns gibt’s die Möglichkeit, von zuhause aus über einen Remotedesktopserver zu arbeiten. Vielleicht geht es aber auch darum, von der Schule aus auf die privaten Daten zuzugreifen. Dagegen spricht ja aus Datenschutzüberlegungen der Schule nichts. Da könnte man einwenden, dass die Schule nicht dafür sorgen muss, dass private Dinge auf den Computern bearbeitet werden können. Auf der anderen Seite weiss man, dass Einschränkungen unzufrieden machen und das Ziel müsste ja sein, für möglichst zufriedene Mitarbeiter zu sorgen…

Die Entscheidung, ob man das installieren kann/darf, ist also nicht nur eine technische, sondern vielmehr eine „politische“. Soll man den kleinen Verlust an Sicherheit und die Möglichkeit, dass sensitive Daten dort gespeichert werden könnten höher gewichten oder den Komfort und die Zufriedenheit der Lehrperson? Ich habe diese Frage nun an unsere EDV-Kommission mit allen Schulhaussupportern und den zuständigen Schulräten gestellt und bin gespannt, was herauskommt…

Filme auf dem Computer abspielen

Früher musste man ja eine Version von WinDVD oder einer ähnlichen Software haben, damit man Filme abspielen konnte. Mit Windows 7 sind nun auch viele Codecs direkt ins System gewandert und man kann das meiste mit dem Media Player von Windows abspielen.

Nun wurde ich bereits das zweite Mal darauf aufmerksam gemacht, dass eine mkv-Datei nicht abgespielt werden konnte. Mkv steht für Matroska und ist ein Containerformat für Audio- und Videodaten.

Auf der offiziellen Webpräsenz findet man auch Hinweise darauf, wie man diese mkv-Dateien abspielen kann. Ich habe mich nun entschieden, das Combined Community Codec Pack zu verwenden, da dies relativ einfach zum Installieren ist.

Man kann einfach das Programm mit den folgenden Parametern installieren. Somit wird kein zusätzlicher Player installiert, es gibt keine Startmenügruppe und die mkv-Dateien können einfach mit dem Media Player von Windows geöffnet werden.

cccp.exe /VERYSILENT /SUPPRESSMSGBOXES /NORESTART /NOICONS /TYPE=NoPlayers

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schule.sg.ch

Dokumentieren muss ich so oder so. In der Meinung, dass meine Dokumentationen auch für andere Informatikverantwortliche interessant sein könnten, habe ich diesen Blog gestartet. Scheinbar wird das tatsächlich so gesehen.

Auf der Schulseite des Kantons St. Gallen gibt’s nun sogar einen Verweis auf diesen Blog unter “Informatik” –> “Volksschule” –> “Support” –> “Für Informatikverantwortliche”.

Das freut mich natürlich Smiley

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Drucken funktioniert nicht mehr

Manchmal passieren komische Dinge. Ein Benutzer hat gemeldet, dass er nicht mehr drucken könne. Remote schauen wir uns das gemeinsam an.

Die Fehlermeldung meldet was vom Print Spooler und einen Fehler 0x000006ba. Also services.msc starten und den Dienst Druckerwarteschlange überprüfen. Dieser ist aus welchen Gründen auch immer nicht gestartet. Doch auch nachdem der Dienst manuell gestartet ist, lässt sich nicht drucken. Der Dienst stoppt immer wieder wie von Geisterhand…

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Im Internet findet man viele Leidensgenossen, die ein ähnliches Verhalten dokumentiert haben. Die meisten zwar unter Vista, aber meistens auch mit lokal angeschlossenen HP Druckern. Mit den vielen Hinweisen konnte ich dann das Problem beheben. Man muss die Dateien unter C:\Windows\System32\Spool\PRINTERS manuell löschen. Danach konnte ich die Druckerwarteschlange immer noch nicht manuell starten, aber nach einem Neustart kam dann der Status “Gestartet”.

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Das Ganze konnte ich dann reproduzieren. Sobald man das eine PDF Dokument auf den lokalen HP Drucker ausdrucken möchte, stoppt die Druckerwarteschlange und es bleiben Dokumente im Spool\PRINTERS Ordner. Das gleiche Dokument lässt sich problemlos auf den Kopierer im Netzwerk ausdrucken, was jetzt halt auch der “Workaround” ist, bis eine neue Version von Adobe Reader oder ein Windowsupdate das Problem behebt oder der Drucker den Geist aufgibt. Für den alten Drucker stellt HP nämlich nur noch einen Basistreiber aus dem Jahre 2009 zur Verfügung… Aber die wollen ja auch nur immer wieder neue Geräte verkaufen…

Lokale Drucker übers Netzwerk verbinden

Wir haben in unserem Netzwerk diverse Kopierer, auf die Lehrpersonen ausdrucken können. In der Oberstufe haben wir pro Stockwerk einen netzwerkfähigen Laserdrucker in einem Gruppenraum, auf den auch die Schüler/-innen ausdrucken können und in der Primarschule haben alle Lehrercomputer einen lokalen Drucker, obwohl dies garantiert zu höheren Druckkosten führt. Zum einen wird so mehr ausgedruckt, zum anderen sind die Kosten für viele kleine Drucker höher als für weniger grössere, aber um das geht’s ja jetzt gar nicht…

Die lokalen Drucker werden von den Lehrpersonen freigegeben. Die Schüler/-innen können sich so diese Drucker verbinden und darauf ausdrucken. Nun wurde ich angefragt, ob es möglich ist, einen Drucker für alle Benutzer gleichzeitig zu installieren, damit die Primarschüler/-innen dies nicht selber machen müssen (oder die Lehrperson für alle Schüler/-innen). Natürlich könnte man das über ein Startskript lösen oder über Group Policy Preferences, die ja neu bei den Gruppenrichtlinien vieles vereinfachen.

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Aber es geht ja hier nur um 2 Laptops pro Klassenzimmer. Das wäre ein unverhältnismässiger Aufwand und hätte auch noch andere Nachteile.

Wie kann man das also so lösen, dass dies die einzelne Lehrperson mit Standardbenutzerrechten selber machen kann?

Es gibt zwei Lösungen. Die erste ist nicht automatisch, sondern verkürzt nur das Verbinden mit dem Drucker. Wenn man das Netzwerk nach dem Computer mit dem angeschlossenen Drucker durchsucht und den Computer auswählt, wird der freigegebene Drucker angezeigt. Diesen kann man nun z.B. auf den Desktop ziehen. Ein Doppelklick auf den Drucker stellt eine Verbindung damit her. Man kann nun diese Verknüpfung irgendwo ablegen, wo alle Schüler/-innen darauf Zugriff haben (Austauschordner, öffentlicher Ordner auf lokalem PC, …). Schüler/-innen müssen dann nur noch einen Doppelklick auf diese Verknüpfung machen, um eine Verbindung damit herzustellen.

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Doch dies ist ja auch nicht wirklich automatisch, also nur eine Halblösung Zwinkerndes Smiley.

Besser ist es den Drucker so zu installieren, dass er für alle Benutzer installiert wird. Dies geht leider nicht über ein GUI, zumindest habe ich nichts dazu gefunden.

Es genügt aber, folgenden Befehl einzutippen (siehe Technet) 

rundll32 printui.dll PrintUIEntry /ga /n\\computername\Druckerfreigabename

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Nach Ab- und wieder Anmelden ist der Drucker für alle Benutzer vorhanden.

Einen kleinen Schönheitsfehler hat diese Lösung aber auch. Es ist mir nicht gelungen, den Befehl auszuführen, wenn der Drucker im Freigabenamen einen Leerschlag hat… Man muss also beim Drucker freigeben darauf achten, dass der Freigabename keine Leerschläge aufweist. 

Einen Drucker über diesen Befehl zu verbinden, funktioniert aber nur, wenn Standardbenutzer sich Drucker selber verbinden können, was unter Windows 7 aber nicht der Fall ist. Dies kann aber einfach über eine Gruppenrichtlinie erreicht werden.

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Typo3 Gruppenberechtigung Seite löschen

Wir setzen für unsere Homepage Typo3 ein, mit dem es möglich ist, verschiedenen Benutzern verschiedene Rechte einzuräumen. So können wir erreichen, dass einzelne Lehrkräfte nur ihre Seite bearbeiten können. Jedes Schulhaus hat einen Schulhausverantwortlichen, der dann alle Unterseiten bearbeiten kann und dann haben wir noch den Verantwortlichen für die Homepage, der Zugriff auf alles hat, die Frontseite pflegt und schaut, dass trotz der vielen Redaktoren eine einigermassen konsistente Bedienung über die ganze Seite gewährleistet ist.

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ausgemusterte Computer

Wir ersetzen unsere Computer nach 7 Jahren, ab nächstem Jahr schon nach 6 Jahren. Die Frage ist ja, was man mit den ausgemusterten Computern machen kann.

Da nicht auszuschliessen ist, dass sich auf den lokalen Festplatten noch sensitive Daten befinden, sollten diese vollständig gelöscht werden. Dazu verwende ich das “schweizer Sackmesser” UBCD. UBCD steht für “Ultimate Boot CD” und kann hier heruntergeladen werden.

Als erstes muss man die Bioseinstellungen wieder so anpassen, dass man von CD booten kann (dies ist nämlich bei all unseren Computern aus gutem Grund deaktiviert). Nun kann man also mit der gebrannten UBCD booten.

Nun kann man sich durch “HDD” –> “Disk Wiping” zu “Darik’s Boot and Nuke” (DBAN) durchhangeln und mit Enter bestätigen.

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Mit Enter startet man nun DBAN
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Mit einem Leerschlag kann man die Festplatte zum löschen auswählen (Space = Select)
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Standardmässig ist “DoD Short” ausgewählt. Dies ist ein Standard, der dem “Department of Defense” genügt und die Fesplatte dreimal hintereinander mit zufallsgenerierten Nullen oder Einsen füllt. Seit ich aber in der Computerzeitschrift c’t gelesen habe, dass sie niemanden gefunden haben, der eine einmal mit Nullen beschriebene Festplatte wieder herstellen kann, wechsle ich jeweils mit “M” zu einer anderen Methode. Hier kann man nun mit den Pfeiltasten zu “Quick Erase” wechseln und wieder mit Space (Leertaste) bestätigen.
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Zurück im Hauptfenster muss man nur noch F10 drücken, um DBAN zu starten. Danach ist die Festplatte vollständig gelöscht.

Um Schülern eine Möglichkeit zu geben, günstig zu einem Computer zu kommen, verkaufen wir die Laptops jeweils für 30.- Fr. An den PC’s hatten bisher nur wenige Interesse, da wir die Bildschirme behalten.
Als Betriebssystem verwende ich Lubuntu. Das ist eine Linuxdistribution, die extra für ältere und schwache Hardware ausgelegt ist und auch auf unseren alten Geräten noch einigermassen schnell läuft.

Damit man sich nicht jedes Mal durch die Länderwahl und Tastatureinstellungen etc. klicken muss, kann man auch einen Laptop aufsetzen und dann mit Clonezilla klonen, aber das wäre wohl mal ein Thema für einen anderen Beitrag…