Archiv der Kategorie: Schule

unpersonalisierte Accounts

Scheinbar benötigt man eine Einwilligung der Eltern, wenn man Schülerdaten wie Vor- und Nachname an Webservice-Anbieter übermittelt. Wir haben diese Einwilligung bei unseren Eltern nun eingeholt.

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Nun ja, damit fängt das Problem ja erst an…

Bei uns werden die Schüler/-innen im Sekretariat mit VRSG verwaltet. Dort hat jede Schülerin und jeder Schüler einen eindeutigen Schlüssel (meist ID und 6 Ziffern – z.B. ID123456) der ausserhalb des Programms keinen Bezug zu der Schülerin, resp. dem Schüler aufweist. Dieser Schlüssel wird beim Import in Lehreroffice synchronisiert. Damit haben wir eine Möglichkeit, einen unpersonalisierten Account zu erstellen, der aber intern einer Person zugeordnet werden kann.

Ich musste dies nun umsetzen. In diesem Jahr haben alle Eltern die Einwilligung gleichzeitig erhalten. In Zukunft werden die Eltern in der dritten Primarschule informiert und erhalten die Elterneinwilligung zum Unterschreiben. Die Lehrpersonen machen dann bei den Kindern, die keinen personalisierten Account haben dürfen, ein “x” in das “Freifeld 1” in Lehreroffice. Somit kann in den Sommerferien bei der Erstellung der persönlichen Accounts, die die Schüeler/-innen bei uns ab der vierten Primarschule bekommen, darauf Rücksicht genommen werden. Das grössere Problem sind Accounts für Schüler/-innen die neu zuziehen. Da kann der Account auch erst erstellt werden, sobald die Eltern die Elterneinwilligung unterschrieben haben und man weiss, ob man einen personalisierten Account erstellen darf. Ist zwar umständlich und langsamer, aber dafür haben Juristen und Datenschützer wahre Freude an uns …

Medien- und ICT-Konzept: 1. Sitzung

Wie hier beschrieben haben wir eine Arbeitsgruppe gebildet, die ein lokales “Medien- und ICT-Konzept” erarbeiten soll. Zur Vorbereitung der einzelnen Mitglieder standen diverse Informationen bereit.

In einem ersten Schritt ging es darum, Ziele (grün) und allfällige Stolpersteine (rot) zu erfassen, die wir in der ganzen Arbeit am Konzept nicht aus den Augen verlieren wollen.

Danach wurde versucht, die gefundenen Ziele und Stolpersteine zu gruppieren und durch wenige, aussagekräftige Punkte zu ersetzen, die möglichst alles abdecken, was genannt wurde.

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Dabei haben wir festgestellt, dass die Stolpersteine oft nur eine Negierung der Ziele waren. Auf diese haben wir verzichtet und nur noch einen Stolperstein, der eine Aussage über eine Negierung hinaus machte aufgenommen.

Folgende Ziele sind dabei herausgekommen:

  • Schulleiter übernehmen Schlüsselrolle (Führung und Qualitätssicherung).
  • Alle beteiligten Stufen und Gemeinden halten sich ans Konzept.
  • Es ist klar, WER WANN WAS macht.
  • Digitale Geräte und Kompetenzen werden in allen Fächern zielgerichtet angewendet.
  • Weiterbildung wird angeboten und ist verbindlich.
  • Es existiert ein pädagogischer Support.

Als Stolperstein blieb dann nur noch:

  • fehlende Ressourcen

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Der ganze Prozess wird einiges an Zeit benötigen und voraussichtlich auch nie ganz abgeschlossen sein.

Dies ist der Vorschlag vom Institut ICT & Medien:

In einem weiteren Schritt wollten wir zu erreichende Meilensteine definieren und mit einem Datum versehen. Da sind wir aber noch nicht fertig geworden. Als Vorlage bei der Erarbeitung der Meilensteine kann man z.B. die Konzeptbausteine des Instituts ICT & Medien verwenden, die etwas ausführlicher beschrieben sind, als das “Original” des Zürcher ict-guide.

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Einstein Sendung Mathe in der Krise

Einsteins Sendung “Mathe in der Krise” liefert spannende Einblicke in die Mathematik und den Zusammenhang zwischen Mathematik und der Natur.

Zwischen 04:02 und 05:24 gibt es ein Plädoyer für den Einsatz der persönlichen mobilen Geräte der Schüler/-innen (BYOD). Zitat: “Die Gesellschaft hat sich total verändert, aber wir machen noch Mathe wie 1975…”

Zwischen 05:54 und 07:12 wird gezeigt, wie viel Spass zwei Kantischülerinnen beim Programmieren haben, obwohl sie vorher das Gefühl hatten, Informatik sei nichts für sie. Das dies nicht nur mit Kantischülerinnen funktioniert, habe ich erlebt, als ich mal einen Saal voller 4.Klässlerinnen am Programmieren gesehen habe. Das dabei verwendete “Scratch” ist übrigens das selbe, das auch mit den Kantischülerinnen eingesetzt wurde…

ECDL Studie

ECDL Switzerland hat eine Studie in Auftrag gegeben, die die Computer-Kenntnisse der Schweizer Bevölkerung mit deren Selbsteinschätzung vergleicht. Dazu wurden repräsentativ Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren befragt.

Für den Praxistest musste man 12 Aufgaben aus den Bereichen Dateiverwaltung, Internet/E-Mail, Word und Excel lösen. Im Schnitt wurden 46.1% der Aufgaben richtig gelöst, wobei die 15-25jährigen deutlich besser (59.6%) abgeschnitten haben.

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Man kann die Aufgaben selber nachlösen, um sich von der Schwierigkeit zu überzeugen. Natürlich sind die Fragestellungen eher für Personen, die in einem Büro am Computer arbeiten (z.B. Anhang per Mail schicken, Fusszeile in Textverarbeitung einfügen,…), aber so schwierig sind sie dann auch nicht.

Viele haben sich bei der Selbsteinschätzung massiv überschätzt. Dafür, dass 84% der Befragten Computer-Kenntnisse sehr oder eher wichtig für den persönlichen beruflichen Erfolg betrachten, sind die Resultate sehr ernüchternd.

Natürlich nimmt ECDL diese Studie als Anlass, Werbung für ein ECDL Zertifikat zu machen. Auch ich finde, dass Anwenderkenntnisse für unsere Schüler/-innen wertvoll für später sind und bin froh, dass wir neben der “normalen” Vermittlung von Anwenderkompetenzen in der Schule noch eine Vertiefung in Freifächern in der zweiten und dritten Oberstufe anbieten, die von immer mehr Schüler/-innen genutzt wird.

Alle Informationen zur Studie findet man unter http://www.ecdl.ch/studie/.

“Ich habe ja nichts zu verbergen”

Diesen Satz hört man immer wieder, wenn man über Datenschutz oder Datensparsamkeit spricht. Und es ist ja so. Im Moment befürchte ich ja auch nicht, dass ich demnächst von einem Sondereinsatzkommando festgenommen werde… Es geht vielmehr um Bedrohungen, die sich in der Zukunft ergeben können. Was passiert mit den Daten, wenn die falschen Leute an die Macht kommen? Oder …? (vgl. auch diesen Beitrag). 

Das Editorial aus dem c’t 17/15 beschreibt eindrücklich, wie gesammelte Daten, bei denen auch jeder gedacht hat, dass man ja nichts zu verbergen habe, in kürzester Zeit über Leben und Tod entscheiden können. Lesenswert.

Medien- und ICT-Konzept: Übersicht

Wie wohl viele Schulen im Kanton versuchen wir bei uns auch ein “Medien- und ICT-Konzept” zu erarbeiten. Wir haben nun eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Schulrat, Schulleitungen, Lehrerschaft und Informatik gebildet.

Mit dem Einverständnis unseres Schulratpräsidenten werde ich unser Vorgehen hier dokumentieren. Die verschiedenen Beiträge sind hier verlinkt. Rückmeldungen oder Tipps von anderen Schulen, die schon weiter sind, nehmen wir gerne entgegen, entweder hier bei den Kommentaren oder direkt.

Medien und Informatik im neuen Lehrplan 21

Arbeitsgruppe

1. Sitzung

2. Sitzung

3. Sitzung

4. Sitzung

Umsetzungshilfe

 

Medien- und ICT-Konzept: Arbeitsgruppe

3 Gründe für ein Medien- und ICT-Konzept:

1. Empfehlungen Medien und Informatik in der Volksschule
Der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen hat Anfangs 2015 die Empfehlungen «Medien und Informatik in der Volksschule» erlassen.

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Diese lösen das Konzept «Informatik in der Volksschule» aus dem Jahr 2001 ab. Darin (Seite 5) empfiehlt der Erziehungsrat den Schulen unter anderem ein “Medien- und ICT-Konzept” zu erarbeiten.

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Ein “Medien- und ICT-Konzept” setzt sich aus einem “pädagogischen Nutzungskonzept” und einem “Betriebs- und Hardwarekonzept” zusammen. Das pädagogische Nutzungskonzept beschreibt, wie an der Schule Medien und ICT im Unterricht eingesetzt und genutzt werden.

2. Lehrplan 21
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Der Lehrplan 21 wird im Kanton St. Gallen auf das Schuljahr 2017 eingeführt. Neu gibt es die Bereiche „Medien“, „Informatik“ und „Anwendungen“. Die Bereiche „Medien und Informatik“ werden als eigenes Modul geführt, der Kanton St. Gallen sieht dafür in der Stundentafel je eine Jahreslektion von der 5. Primarschule bis zur 2. Oberstufe (total also 4 Jahreslektionen) vor. Der Rest muss als Modul in anderen Fächern unterrichtet werden. Dies trifft auch für den ganzen Bereich „Anwendung(en)“ zu, dieser muss ganz in die anderen Fächer integriert werden. Dies bedeutet, dass geklärt werden muss, wer wann was in welchem Fach macht. Mit Kursen kann versucht werden, die Lehrkräfte darauf vorzubereiten. Neu gehört zum Beispiel einfaches Programmieren sowohl zur Primarschule als auch in die Oberstufe oder das Schreiben mit der Tastatur ins Fach Deutsch

3. Arbeitsgruppe mobile Geräte
Unsere Arbeitsgruppe „mobile Geräte“ hatte den Auftrag zu Handen des Schulrates eine Empfehlung zum Thema abzugeben. Eine grosse Mehrheit der Lehrpersonen hat sich dafür ausgesprochen, mittelfristig ab der Mittelstufe mit den Geräten der Schüler/-innen zu arbeiten.

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Es werden Poolgeräte benötigt, die für Schüler/-innen eingesetzt werden können, die kein eigenes Gerät mitbringen oder wenn die Aufgabenstellung z.B. grössere Bildschirme benötigt. Ausserdem zeigt sich, dass Inputs für Lehrkräfte wichtig sind, damit mobile Geräte vermehrt und flächendeckender zum Einsatz kommen.

Grundsätzliches
An den Schulen hat sich die IT professionalisiert. Im Gegensatz zu den Anfangsjahren gibt es funktionierende Systeme für Vorbereitung, Zusammenarbeit und Unterricht. Trotzdem werden in vielen Klassenzimmern immer noch keine “digitalen Kompetenzen” vermittelt, obwohl ein “…breiter Konsens, dass es zu den Aufgaben der Schule gehört, Kindern und Jugendlichen einen angemessenen Medienumgang zu vermitteln…” herrsche. Der neue Lehrplan gibt nun einen klaren Auftrag dies verstärkt zu machen, zumindest noch klarer, als es der alte schon tat. Dies ist eine Steilvorlage, trotzdem bleibt die Gefahr, dass es untergehen könnte (vgl. auch diesen Beitrag unten).

Wie erreicht man es aber, dass “digitale Kompetenzen” beim Schüler, bei der Schülerin wirklich “ankommen”? Hier ein paar nicht abschliessende Gedanken:

  • Die Lehrkräfte resp. Teams sollen zu einer inneren Überzeugung gelangen, dass digitale Kompetenzen wichtig sind im späteren Leben ihrer Schüler/-innen und dass sie einen Beitrag dazu leisten wollen.
  • Die Schulleitungen haben eine Schlüsselrolle für eine flächendeckende Umsetzung der Vermittlung digitaler Kompetenzen. Eigentlich handelt es sich um ein Schulentwicklungsprojekt.
  • Die Lehrkräfte müssen unterstützt werden. Eine angepasste Umsetzungshilfe könnte die Lehrpersonen bei der Vorbereitung entlasten. Bei Problemen oder für neue Ideen sollte es einen gut funktionierenden pädagogischen Support geben.

Umsetzung
Unsere Arbeitsgruppe wird sich Ziele, Zeitplanung, Meilensteine,… selber erarbeiten. Der ICT-Guide vom Kanton Zürich oder die für St. Gallen angepasste Version kann als Grundlage dafür genommen werden, auch wenn gemäss Arbeitsgruppe zu Medien und Informatik im LP21  (vgl. S 19 oben) noch “Anpassungen nötig sind”. Der empfohlene Ablauf bei der Erstellung eines Konzepts ist meist ähnlich zu diesem:

  1. Wo wir stehen – IST-Analyse der Schule
  2. Was wir erreichen wollen – Ziele und Strategien
  3. Wie wir Medien und ICT integrieren – ICT-Lehrplan
  4. Welche Unterstützung wir anbieten – Support und Unterstützungskonzept
  5. Wie wir uns Materialien und Wissen zur Verfügung stellen – Wissensmanagement
  6. Wie wir uns weiterbilden wollen – Weiterbildungskonzept
  7. Welche Ausrüstung wir einsetzen wollen – Infrastruktur
  8. Wie wir die Schul- und Unterrichtsqualität pflegen wollen
  9. Wie wir kommunizieren – Kommunikation und Information
  10. Wie wir uns entwickeln wollen – Entwicklungsplanung

Man sieht, dass es hier um weit mehr geht, als einfach ein Konzept auf Papier zu bringen…

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Office 365: ProPlus Benefit Self Sign-Up

Der Bezug vom kostenlosen Office Paket von Microsoft für Schüler/-innen und Angestellte von Schulen funktioniert neu über Self Sign-Up. Nachdem man als Administrator die Domänen gemeldet hat, können die Schüler/-innen einfach auf die Seite www.office.com/getoffice365 und dort ihre Mailaddresse eingeben und auf „Erste Schritte“ klicken.

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Verflixt und Zugenäht

Der Lehrmittelverlag St. Gallen bietet das Lehrmittel “verflixt und zugenäht” für den Fachbereich textiles Gestalten auf der Primarschule an.

Zusätzlich zum Schülerordner gibt es noch einen Kommentar und zwei Downloadvarianten mit Arbeitsblättern als PDF und Worddokumenten.

Titel der Arbeitsblätter sind mit der Schriftart “Attic” formatiert. Damit bearbeitete Worddokumente diese Schrift ausdrucken können, muss “Attic” auf dem entsprechenden Computer installiert werden.

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Der Lehrmittelverlag empfiehlt, diese Schrift aus dem Internet als “Free Font” zu installieren:

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Wenn man nun aber nach der Schriftart “Attic” sucht und diese herunterlädt, findet man neben der Schriftart auch noch ein weiteres Dokument “readme.wri” in der entpackten Zip-Datei.

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In dieser Datei findet man dann den Hinweis:

I’d like to emphasize that Attic Antique is shareware. If you choose to keep the typeface beyond a reasonable trial period, you must pay the registration fee. You’ll find an order form on the Web, at Three Islands Press’s digital foundry, The Type Quarry: http://www.3ip.com/type.html

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Shareware ist Software, die vor dem Kauf getestet werden kann (vgl. Wikipedia).

Der Herausgeber der Schrift ist Three Islands Press und man kann auf der Webseite die Schrift kaufen. Für 29 USD pro 5 Computer.

Ich habe mich dann mit meinem Problem an den Lehrmittelverlag gewendet, wo ich denn die Attic Schrift wirklich als “free font” herunterladen könne. Nach der Antwort, dass ich die Schrift kostenlos von diversen Seiten für Gratis Downloads herunterladen könne und mir der EDV Beauftragte sicher weiterhelfen könne ;), habe ich dann nochmals nachgefragt. Die Antwort war dann, dass der Lehrmittelverlag die Schrift nicht lizenziert hat und sie uns empfehlen die Schrift zu kaufen. “Es ist jedem Anwender in der eigenen Verantwortung überlassen, wie er die Schrift installiert resp. erwirbt.”

Damit haben sie natürlich recht. Ich habe dann noch darauf hingewiesen, dass man allenfalls den “wichtigen Hinweis” (vgl. Bild 2) entsprechend anpassen sollte.

Obwohl viele das anders sehen, ist der nicht korrekt lizenzierte Einsatz von Software auch eine Art Diebstahl.

Als öffentliche Schule mit Vorbildcharakter können wir kaum nach Lehrplan obligatorische Themen wie Copyright und Urheberrecht mit den Schüler/-innen durchnehmen und dann selber nicht lizenzierte Shareware Schriften einsetzen.

Ich weiss noch nicht, ob bei uns auf eine Standardschrift ausgewichen wird oder ob wir die Schrift kaufen werden. Je nach Anzahl Computer kommt da ja noch ein rechter Betrag zusammen.